Eine gynäkologische Sprechstunde für mobilitätseingeschränkte Frauen

23. September 2021

München bekommt eine gynäkologische Sprechstunde für Frauen und Mädchen mit Mobilitätseinschränkungen. Das hat der Gesundheitsausschuss heute beschlossen mit den Stimmen von SPD/Volt. Damit wird eine langjährige Forderung der SPD-Fraktion im Münchner Rathaus endlich umgesetzt.

Eine gynäkologische Sprechstunde für Frauen mit Mobilitätseinschränkungen
Ab Oktober gibt es eine gynäkologische Sprechstunde für Frauen mit Mobilitätseinschränkungen. Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl und SPD-Stadträtin Barbara Likus im Gespräch mit Lieve Leirs und Gabi Steinfelder vom Behindertenbeirat der Stadt München Foto: Nadine Roithmaier

In München und der Region gibt es aktuell keine Frauenarztpraxis, die mit Lifter, geeigneten Behandlungsliegen und barrierefreien Toiletten ausgestattet ist. Für Frauen und Mädchen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, fehlt somit eine adäquate gynäkologische Behandlungsmöglichkeit. Das wird sich nun ändern.

Ab Oktober 2021 findet jeden Mittwochnachmittag eine gynäkologische Sprechstunde speziell für mobilitätseingeschränkte Frauen statt. In den Räumen des Gesundheitsreferats (Bayerstraße 28 a) wird neben den Ärztinnen und dem medizinischen Personal auch der Pflegedienst vor Ort sein, um die Patieninnen bei der Behandlung zu unterstützen. Gleichzeitig wird eine „Toilette für alle“ im Gesundheitsreferat eingerichtet, die auch Menschen mit schweren Behinderungen nutzen können.

Die Sprechstunde ist zunächst als Pilotprojekt mit einer Laufzeit von 30 Monaten angedacht. Langfristig soll sie auch für Menschen mit anderen Formen der Behinderung ausgebaut werden, wie beispielsweise einer seelischen Behinderung, Sinnesbehinderung und geistiger Behinderung. Das Gesundheitsreferat erarbeitet hierzu einen Vorschlag.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Barbara Likus:

„Jede Frau hat das Recht auf eine gute frauenärztliche Beratung und Behandlung – das zählt selbstverständlich auch für Frauen mit Mobilitätseinschränkung. Deshalb bin ich froh, dass wir diesen wichtigen Schritt zu mehr Barrierefreiheit und Teilhabe jetzt endlich gehen.“

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