Eine Nummer für alles: Stadt schafft zentrale Anlaufstelle für Sportvereine

SPD-Stadträtin Kathrin Abele, stellv. sportpolitische Sprecherin
Foto: Carmen Lindemann

10. November 2019

Für Münchens Sportvereine wird bald vieles einfacher: Durch einen zentralen Ansprechpartner bei der Stadt erhalten diese künftig schneller und gezielter Beratung und Unterstützung bei allen für die Vereinsarbeit wichtigen Themen.

Die Koordinierungsstelle Vereinssport, so der offizielle Titel, wird es ab dem kommenden Jahr geben. Das hat der Sportausschuss des Stadtrats am Mittwoch dieser Woche beschlossen. Die SPD hatte dies zuvor beantragt. Die neue Stelle soll sicherstellen, dass Sportvereine zuverlässig und kurzfristig ihre vielfältigen Anliegen bei einer zentralen Anlaufstation einbringen können. Mögliche Themen sind dabei beispielsweise:

• Sportförderung: Unterstützung bei Zuschussanträgen auf verschiedenen Ebenen
• Bauvorhaben: Genehmigungen, Vertragsangelegenheiten, Bürgschaften
• Betrieb, Belegung und Nutzung von Sportanlagen
• Finanzierungsfragen, sowohl bei Investitionen, als auch bei Instandhaltung und Betrieb
• Städtische Sportanlagen: Nutzung, Sanierung
• Unterstützung bei Gesprächen und Vertragsverhandlungen mit Dritten, etwa bei Investoren
• Vermittlung von Ansprechpartnern zu speziellen Themen innerhalb der Stadtverwaltung sowie auch extern

Dazu sagt SPD-Stadträtin Kathrin Abele, stellv. sportpolitische Sprecherin:

„Vereinsarbeit wird immer anspruchsvoller, das wissen alle, die in einem der über 700 Münchner Sportvereine aktiv sind. Die Aufgaben werden mehr, die Ansprüche werden immer höher – und gleichzeitig wollen viele Vereine sich auch noch besser aufstellen, schließlich steigen die Mitgliederzahlen und die Nutzungszeiten ihrer Anlagen. Die einzelnen Themenbereiche werden dabei nicht nur vielfältiger, sondern auch komplexer. Es ist mittlerweile zunehmend Professionalität gefragt in Bereichen, die früher eine eher untergeordnete Rolle spielten, etwa in Rechtsfragen, bei den Themen IT und Marketing oder in Betrieb und Erhalt eigener Anlagen. Besonders fordernd wird es, wenn Vereine sich entscheiden, in ihre Entwicklung zu investieren und eigene Baumaßnahmen zu stemmen. Dabei geht es auch schnell mal um hohe Summen und knifflige rechtliche Fragen. Oft scheinen die Herausforderungen – zumal im Ehrenamt – kaum mehr leistbar.

Selbstverständlich unterstützt die Stadt die Vereine dabei bereits. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Referate geben ihr Bestes, um die Vereine und ihre Mitglieder zu unterstützen. Allerdings sind die Dienstleistungen, die gebraucht werden, mittlerweile so komplex, dass meist viele Bereiche der Verwaltung betroffen sind, dass die Aufgabenstellungen vernetzter und die Wege länger werden. Für die Sportlerin oder den Sportler bedeutet das oft einen zusätzlichen Aufwand. Manchmal kommt es sogar vor, dass sich Vertreterinnen oder Vertreter von Sportvereinen durch einen hohen bürokratischen Aufwand behindert fühlen – dabei wollen sie doch etwas für ihren Verein und die Münchner Sportlandschaft erreichen!

Wir haben uns deshalb für eine zentrale Anlaufstelle eingesetzt. Diese wird nun mit der Koordinierungsstelle Vereinsarbeit geschaffen. Vereine haben künftig eine Stelle, an die sie sich wenden können, es werden ein zentrales Mail-Postfach und eine Service-Nummer für telefonische Anfragen eingerichtet. Sportlerinnen und Sportler können sich in allen Fragen der Vereinsarbeit an diese Stelle wenden. Das macht die Vereinsarbeit einfacher, effizienter und entlastet die ehrenamtlich Aktiven. Damit mehr Zeit bleibt für die Leidenschaft am Sport!“

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