Erdgas statt Kohle: Kohle-Ausstieg im HKW Nord rückt in greifbare Nähe

Foto: Susie Knoll

04. Oktober 2021

In der Diskussion um die frühestmögliche Abschaltung des Kohleblocks im HKW Nord bahnt sich eine völlig neue Entwicklung an. Aufgrund von Veränderungen im Erdgas-Fernleitungssystem, der Ertüchtigung der Verteilerstation und von Effizienzgewinnen ist nun anscheinend eine Umrüstung des Kohleblocks auf Erdgas möglich. Die Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt werden morgen beantragen, diese Lösung vertieft zu prüfen.

Simone Burger, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion, sagt:

„Als SPD/Volt-Fraktion ist es uns sehr wichtig, dass München so schnell wie möglich aus der Kohle aussteigt. Dafür haben wir aktiv viele Vorschläge gemacht. Nun hoffen wir, dass der Prüfauftrag positiv ausgeht und uns der Umstieg von Kohle auf Gas gelingt. Das wäre ein großer Schritt für den Klimaschutz, bei dem wir natürlich nicht stehenbleiben. Denn unser Ziel ist der komplette Umstieg auf regenerative Energien. Genauso klar ist für uns, dass eine Umstellung nur sozial und mit Sicherheiten für alle Beschäftigten erfolgen kann.“

Dominik Krause, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste:

„Verbesserungen im Gas-Fernleitungsystem, bei den Verteilerstation und ein durch Modernisierung und Effizienzerhöhung reduzierter Bedarf an Erdgas machen aller Voraussicht nach eine Versorgung des HKW Nord mit ausreichenden Gasmengen möglich. Es spricht daher alles dafür, diese Umrüstung vertieft zu prüfen und so rasch wie möglich zu realisieren.“

Mona Fuchs, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste:

“Erdgas ist per se keine Brückentechnologie. Doch bis wir unser Energiesystem gänzlich auf Erneuerbare umgestellt haben, sind wir in manchen Fällen auf Erdgasnutzung angewiesen. So auch hier: Die Umrüstung des Kohleblocks im HKW Nord auf Gasbetrieb wäre daher eine hervorragende Lösung eines Problems, das die Münchner Energiepolitik schon seit langem sehr belastet. Auf diese Weise könnten wir dem Kohleausstieg einen großen Schritt näher kommen und die CO2-Emissionen schlagartig deutlich reduzieren.“

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