Fit und ausgeglichen: SPD-Antragspaket für Münchens SchülerInnen

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl, Sprecherin für Sportpolitik

29. November 2018

In der Schule heißt’s die meiste Zeit: sitzen! Sport und Spiel sind dazu ein wichtiger Ausgleich. Die SPD-Stadtratsfraktion will mit einem Antragspaket für mehr Bewegung an den städtischen Schulen sorgen.

Dabei geht es zum einen darum, die Situation in den Pausenhöfen so zu gestalten, dass sie zur Bewegung motiviert. Zum anderen sollen gezielt neue Angebote geschaffen werden. Das Antragspaket besteht aus vier Einzelinitiativen:

Sport- und bewegungsfreundlichere Pausenhöfe: Als Ausgleich zum Sitzen im Klassenzimmer sollen Pausenhöfe zur Bewegung einladen. Dazu sollen sie entsprechend gestaltet werden, mit neuen Angeboten wie Parcours, Klettermöglichkeiten, Stationen oder ähnlichem. Die SchülerInnen sollen gefragt werden, was sie sich wünschen. Wichtig ist dabei auch: Der Aufwand für die Aufsicht soll dadurch nicht unbedingt erhöht werden, die neuen Geräte und Einrichtungen müssen entsprechend sicher ausgestattet sein.

Bewegungspausen in den Turnhallen: Die städtischen Schulen öffnen ihre Turnhallen in den Pausen für ein kurzes, betreutes Sporttraining, zum Beispiel durch SporthelferInnen. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das Angebot eine sehr gute Bewegungsalternative zu draußen.

Selbstbehauptungskurse anbieten: Diese geben Kindern und Jugendlichen ein sicheres Gefühl, vermitteln ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Ergänzend zu neuen Bewegungsangeboten sollen auch hier Kurse angeboten werden, falls möglich auch in den Ferien und in Kooperation mit externen Anbietern.

Sport-Projekttage: Das sollen Tage an städtischen Schulen sein, an denen Kinder neue Sportarten kennenlernen und ausprobieren können, zum Beispiel Fahrradtrainings, Klettern, Trampolin, Skaten, Boxtrainings, Fitness, Frisbee und Reiten oder ähnliches. Auch dies könnte gegebenenfalls in den Ferien angeboten werden.

Dazu sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl, Sprecherin für Sportpolitik:

„Still sitzen und aufmerksam sein, das gehört zum Unterricht dazu, logisch. Genauso sicher ist aber: Kinder und Jugendliche wollen sich bewegen, ein sportlicher Ausgleich tut ihnen gut. Wir wollen, dass sie dazu auch in der Schule die Möglichkeit haben. Wer sich in der Pause spielerisch bewegt, sich austoben und Spaß haben kann, ist nachher im Unterricht wieder umso konzentrierter, ausgeglichener und leistungsfähiger – und auf Dauer natürlich auch gesünder. Wir wollen, dass die Pausenhöfe der Schulen bewegungsfreundlicher gestaltet werden, mit zusätzlichen, leicht zugänglichen und gut gesicherten Angeboten nach den Wünschen der Kinder und Jugendlichen. Außerdem können wir uns betreute Sportangebote in den Turnhallen zur Pausenzeit sehr gut vorstellen.“

SPD-Stadträtin Kathrin Abele, stellv. sportpolitische Sprecherin, sagt:

„Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass die Kinder nicht nur zu genügend Bewegung kommen, sondern auch Spaß haben und ihre Fähigkeiten bereichern können. Das soll zum einen durch Projekttage geschehen, bei denen die Schülerinnen und Schüler neue Sportarten kennenlernen und ausprobieren können. Eine weitere Idee ist, an den Schulen Selbstbehauptungskurse anzubieten. Dabei geht es über die Aktivität hinaus darum, Selbstbewusstsein aufzubauen und ein Gefühl dafür zu bekommen, was man will – und was nicht. Insgesamt kann mit diesen Angeboten, gegebenenfalls auch in den Ferien und in Kooperation mit externen Anbietern, den Kindern und Jugendlichen eine gute Mischung aus spielerischem Sport und einem zusätzlichen, die Persönlichkeit entwickelnden Gewinn geboten werden.“

Teilen