Ganztagsschule: Neue Angebote für Münchens Familien

SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion

09. Oktober 2018

Beste Bildung, gleiche Chancen, echte Familienförderung – dafür macht sich die SPD mit dem Ausbau der Ganztagsschule stark. Im Stadtrat setzt sie sich für neue Modelle und ein größeres Angebot ein. Was heuer neu ist, was geplant ist.

Auf Initiative der SPD baut die Stadt ihre Ganztagsangebote für Schülerinnen und Schüler weiter aus: Die ganztägige Bildung an Gymnasien, Realschulen und Schulen besonderer Art wird erweitert, an den Grundschulen kommt schrittweise das Modell Kooperativer Ganztag und das Erfolgsmodell der Internationalen Klassen an Realschulen wird ausgebaut. Der Stadtrat soll am Mittwoch die Finanzierung dafür beschließen: rund 2,25 Millionen Euro im kommenden Jahr sowie rund 3,13 Millionen Euro dauerhaft ab dem Jahr 2020.

An den städtischen Gymnasien, Realschulen und Schulen besonderer Art gibt es verschiedene Ganztagsmodelle, die allesamt sehr beliebt sind. Damit das Angebot mit der Nachfrage mithalten kann, werden ab nächstem Jahr neue Klassen eingerichtet. Gleichzeitig wird die Qualität weiter verbessert, etwa durch Intensivierungsstunden zur Sprachförderung.

Bereits in diesem Schuljahr startet an der Grundschule am Pfanzeltplatz ein Projekt, das zum Modell für weitere Münchner Grundschulen werden soll: der Kooperative Ganztag. Bildung und Betreuung der Kinder teilen sich die Lehrkräfte mit einem Partner (am Pfanzeltplatz ist es die Arbeiterwohlfahrt) auf, das Angebot ist flexibel buchbar, deckt auch Ferienzeiten ab und schafft eine faktische Garantie auf einen Ganztagsplatz. Weil dieses Angebot so gut angenommen wird – jedes zweite Erstklasskind am Pfanzeltplatz wurde dafür angemeldet – sind bereits bis zu zehn weitere Standorte in Planung.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, Sprecherin für Bildungspolitik:

„Ganztagsschulen schaffen den Freiraum und die Zeit, damit Kinder ihre Stärken entwickeln und optimal vom Unterricht profitieren können. Um allen Schülerinnen und Schülern, die ein solches Angebot nutzen möchten, Zugang zu bieten, setzen wir uns für den Ausbau des städtischen Angebots ein: Mehr Plätze an weiterführenden Schulen, ein neues Modell für die Grundschule und weitere Verbesserungen bei der Qualität – damit machen wir uns für Familien stark und das Ganztagsangebot in München noch attraktiver.“

Neu an den Start gehen in diesem Schuljahr auch insgesamt zwölf Internationale Klassen an der Städtischen Ludwig-Thoma-Realschule sowie der Städtischen Wilhelm-Busch-Realschule. Die Internationalen Klassen sind ein Ganztagsmodell, bei dem vor allem Deutsch und Englisch verstärkt unterrichtet werden. Bisher gibt es sie an der Städtischen Carl-von-Linde-Realschule. Das Konzept funktioniert dort prima: Die Schülerinnen und Schüler werden intensiv gefördert, wobei auf ihrer schulischen Vorbildung aufgebaut wird. Das schafft Bildungserfolg und Integration. Die SPD-Stadtratsfraktion hat sich deshalb mit Erfolg dafür eingesetzt, dass nun an zwei weiteren Standorten Internationale Klassen geschaffen wurden.

SPD-Stadträtin Birgit Volk, stellv. bildungspolitische Sprecherin, sagt:

„An der Städtischen Carl-von-Linde-Realschule lernen Schülerinnen und Schüler aus über 55 Nationen gemeinsam. Das Konzept der Internationalen Klassen bietet nicht nur intensive sprachliche und fachliche Förderung, sondern legt auch Wert auf kleine Gruppen in den Kernfächern und gegenseitige Rücksichtnahme sowie individuelle Betreuung im gebundenen Ganztag. Dieses erfolgreiche Konzept bauen wir nun auf zwei weitere Schulen aus. “

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