Gut versorgt: SPD stellt neue Angebote in der Altenhilfe vor

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Müller, Sprecher für Sozialpolitik

11. Oktober 2018

SPD-Bürgermeisterin Christine Strobl und Sozialreferentin Dorothee Schiwy haben innovative Konzepte vorgestellt, mit denen die Stadt Seniorinnen und Senioren Unterstützung und Hilfe bieten soll. Die Fraktion setzt sich im Stadtrat dafür ein.

Ältere Münchnerinnen und Münchner sollen daheim gut versorgt sein und Unterstützung erhalten, wenn sie diese brauchen – dafür setzt sich die SPD ein. Mit neuen Konzepten soll die offene Altenarbeit weiter verbessert werden. Das Sozialreferat hat auf mehrere Anträge der SPD-Stadtratsfraktion hin ein umfangreiches Paket an neuen und weiterentwickelten Konzepten vorgestellt. Nächste Woche wird der Stadtrat damit befasst. Die Rathaus-SPD wird sich mit ihren Stimmen für diese Vorlage stark machen. Die Inhalte im Überblick:

Ein warmes Mittagessen: Das soll es in allen Alten- und Servicezentren (ASZ) geben, forderte die SPD. Das Sozialreferat will es umsetzen und zwar an mindestens drei Tagen in der Woche. Dazu sind städtische Mittel in Höhe von 1,43 Millionen Euro jährlich nötig, um in den ASZ je eine Hausassistenzkraft anzustellen. Die SPD-Fraktion stimmt dafür, denn der Mittagstisch macht nicht nur satt, sondern sorgt fürs Zusammenkommen und ein niedrigschwelliges Kennenlernen der ASZ-Angebote. Für Seniorinnen und Senioren mit Grundsicherung, die sich das Essen nicht leisten können, ist der Mittagstisch kostenlos.

Hauswirtschaftliche Hilfe: Einkaufen, putzen, kochen – diese alltäglichen Dinge sind oft die ersten, die nicht mehr alleine gehen. Aber hauswirtschaftliche Hilfen zu bekommen ist nicht so leicht, vor allem, wenn man noch keinen „offiziell nachgewiesenen“ Bedarf durch einen entsprechenden Pflegegrad hat. Für diese Menschen will das Sozialreferat ein einfaches Verfahren schaffen: Dienste, die hauswirtschaftliche Versorgung leisten, sollen Nachweise sammeln und die Förderung halbjährlich mit der Stadt abrechnen können. Wie das finanziert wird, darüber folgt ein Vorschlag. Im Grundsatz unterstützt die SPD das Vorhaben bereits jetzt. Darüber hinaus will das Sozialreferat eine Hauswirtschaftsbörse aufbauen und bewerben. Dort könnte man ähnlich wie bei der Pflegebörse leicht Ansprechpartner und Dienste finden.

Notfallversorgung: Zu früh aus dem Krankenhaus entlassen? Pflegende Angehörige krank? Unter der Woche gibt es für solche Fälle Lösungen, aber sonntags, abends oder an Feiertagen? Auch das Problem der Versorgung in dringenden Fällen zu solchen Zeiten sollte auf Antrag der SPD angegangen werden. Das Sozialreferat zeigt auf: Gute Vorbereitung ist enorm wichtig. Deshalb wird die Information zur präventiven Absicherung, etwa über den Hausnotruf und Notfallmappen verstärkt. Eine wichtige und wirkungsvolle Prävention.

Teilhabe bei Freizeit- und Kulturangeboten: Dabei sein muss möglich sein. Das Budget der ASZ, mit denen SeniorInnen die Teilhabe an Freizeit- und Kulturangeboten ermöglicht wird, soll verdoppelt werden, weitere Einrichtungen der offenen Altenarbeite sollen ebenso ein Budget erhalten. Die Arbeiterwohlfahrt soll Angebote und Interessierte vermitteln, der Verein KulturRaum e.V. wird gestärkt, ebenso wie das Netzwerk Kulturelle Bildung für Seniorinnen und Senioren – alles ganz im Sinne der Initiative der SPD-Stadtratsfraktion.

Mobil sein und Begleitung: Ob mit dem Bus zum Arzt oder vom Einkaufen nach Hause, hier kann Begleitung helfen. Es sollen sowohl zusätzliche Begleitungen als auch Fahrdienste finanziert werden. Auch Hausbesuche werden verstärkt, Sozialpädagogen bieten Hilfe im Stadtviertel an, HelferInnen gehen mit zu Veranstaltungen, Kursen oder Erledigungen.

Finanzielle Hilfen: Die Stadt stellt weiterhin freiwillige Hilfen zur Verfügung, durch direkte Beihilfen, aber auch etwa über Vereine für Bedürftige. Mehr Information: Verbraucher stärken im Quartier – das forderte die SPD. Denn nur wer seine Rechte zum Beispiel als Mieter kennt, kann eigenständig handeln. Das Sozialreferat will hierzu eine Kooperation zwischen den ASZ und der Verbraucherzentrale Bayerin initiieren.

Dazu sagt der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Müller, Sprecher für Sozialpolitik:

„Für ältere Münchnerinnen und Münchner da sein, wo Beratung, Unterstützung und Entlastung gebraucht werden und zwar dann, wenn sie gebraucht werden – das ist unser Konzept der offenen Altenhilfe. Mit den Vorschlägen, die das Sozialreferat auf unsere Anträge hin erarbeitet hat, verbessern wir die Versorgung weiter. Die Stadt stärkt dadurch das Angebot und unterstützt selbstbestimmtes Leben im Alter. Wir setzen uns für diese Verbesserungen ein.“

SPD-Stadträtin Dr. Constanze Söllner-Schaar, Sprecherin für Seniorinnen und Senioren:

„Gerade Seniorinnen und Senioren mit wenig Geld müssen sicher sein: Sie sind nicht allein, wenn sie Hilfe brauchen. Das Sozialreferat hat sehr gute Antworten auf unsere Forderungen für die Altenhilfe gefunden, von denen wir auch den Stadtrat überzeugen wollen. Er muss den Mehrkosten von 2,6 Millionen Euro im Jahr noch zu stimmen. Wir sagen: Das muss uns die Altenhilfe wert sein!“

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