Hanns-Seidel-Platz: Rückzugsort für Spatzen gerettet!

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Tierschutzbeauftragte der Fraktion

13. September 2018

Die SPD-Stadtratsfraktion hat sich mit Erfolg dafür eingesetzt, dass ein Rückzugsort für Spatzen am Hanns-Seidel-Platz gerettet wird.

Es geht um eine Skulptur, in der die Tiere Schutz finden. Diese muss Bauarbeiten weichen, dem Künstler und dem Kulturverein fehlt es am Geld, die Skulptur zu verlegen. Die Tierschutzbeauftragte der Fraktion, Bettina Messinger, hat sich dafür eingesetzt, die Skulptur am Hanns-Seidel-Platz zu versetzen und damit den neu errichteten Spatzenturm zu ergänzen.

Dies hatte die SPD-Stadträtin bereits im Juli in einem Schreiben an das Baureferat angeregt. Mit Erfolg: Heute vermeldet die Verwaltung, dass das spatzenfreundliche Kunstwerk auf Kosten der Stadt versetzt wird.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger sagt dazu:

„Die Spatzen liegen mir besonders am Herzen, weil sie für mich einfach zu München gehören. In den letzten Jahren sind sie immer weniger geworden, sie sind in unserer Stadt mittlerweile eine bedrohte Art. Am Hanns-Seidel-Platz entstand durch die Neubebauung die Gefahr, dass Lebensraum für die ortstreuen Vögel verloren geht. Es wäre dann an diesem Ort vorbei gewesen mit dem fröhlichen Tschilpen der Spatzen, weil sie keine Nist- und Brutplätze sowie geeignete Verstecke mehr gefunden hätten. Beim Bau wurde zwar vorbildlich darauf reagiert und ein Spatzenturm errichtet, leider ist das schützende Grün, das diesen umgeben sollte, aber nicht gewachsen. Der Sommer war einfach zu heiß und zu trocken.

Das durchwachsene Eisengeflecht des Kunstwerks ,Legung III‘ bietet den Haussperlingen hingegen Schutz sowie die Möglichkeit zu nisten und zu brüten. Deshalb war es mir sehr wichtig, dass dieser Rückzugsort für Spatzen erhalten bleibt, auch wenn das Provisorium des Kulturbürgerhauses abgerissen wird. Ich habe mich bei der Verwaltung dafür eingesetzt, die Skulptur zu verlegen. Zunächst war unklar, ob das funktioniert, denn der Künstler Adrian Marynak und der KulturKreis Gasteig e.V., denen das Werk gehört, hatten nicht das nötige Geld, um dies zu finanzieren. Ich freue mich, dass meine Initiative nun aufgegriffen wurde: Das Kunstwerk wird auf Kosten der Stadt versetzt. Bereits am kommenden Dienstag wird die Skulptur einen neuen Platz im Schutzbereich um den Spatzenturm finden. Der Einsatz für den Schutz der Haussperlinge hat sich gelohnt. Schön, dass wir uns auch weiterhin über Spatzen am Hanns-Seidel-Platz freuen können.“

Der Rückzugsort der Spatzen in der Skulptur.
Der Rückzugsort der Spatzen in der Skulptur.
Der neue Spatzenturm am Hanns-Seidel-Platz
Der neue Spatzenturm am Hanns-Seidel-Platz

Teilen