Hauptbahnhof in München wird schöner

03. Januar 2022

Innovative Verkehrskonzepte wie autofreie Sonntage oder Tokio-Ampelschaltungen, mehr Sauberkeit und eine ansprechendere Gestaltung für die Münchner:innen ebenso wie für Reisende: Mit einem großen interfraktionellen Aufschlag legen die demokratischen Fraktionen und Gruppierungen im Münchner Stadtrat heute gemeinsame Vorschläge zur Verbesserung der Situation am Münchner Hauptbahnhof vor. Der SPD/Volt-Fraktion ist dabei vor allem wichtig, dass die Maßnahmen und Projekte gemeinsam mit allen Beteiligten zeitnah umgesetzt werden.

SPD-Stadtrat Christian Vorländer erklärt im Gespräch mit München TV, was sich am Hauptbahnhof verbessern wird. Foto: privat
SPD-Stadtrat Christian Vorländer erklärt im Gespräch mit München TV, was sich am Hauptbahnhof verbessern wird. Foto: privat

Auf Grundlage des SiBa-Konzeptes (Sicherheit im Bahnhofsviertel) der Universität Tübingen haben die demokratischen Fraktionen und Gruppierungen im Stadtrat ein ganzes Bündel an Maßnahmen geschnürt, die heute beantragt werden. Dabei geht es um die Verbesserung der Sauberkeit und Hygiene (etwa durch weitere 24-h-Toiletten, mehr Abfalleimer oder Pfandringe), die Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch eine bessere Beleuchtung im Bahnhofsviertel und mehr Begrünung und attraktivere Baustellen im öffentlichen Raum (Lärmschutzkonzepte, mobile Baustellenbegrünung oder kreative Nutzung der Bauzäune für Kunstausstellungen oder Graffitis). Trinkbrunnen und Kulturveranstaltungen im öffentlichen Raum sollen das Bahnhofsviertel auch für Münchner*innen attraktiver machen.

Neben planerischen, sozialen und sicherheitspolitischen Maßnahmen sind auch umfangreiche verkehrliche Projekte geplant. In einer Testphase sollen sogenannte Tokio-Ampelschaltungen erprobt werden. Dazu würde sich etwa die Kreuzung zwischen Goethe- und Landwehrstraße eignen. Autofreie Wochenenden sollen ebenfalls als Pilotprojekt geprüft werden.

Auch die Einführung von Tempo 30 im Bahnhofsviertel und die Ausweisung von Sommerstraßen sind im jetzt vorgestellten Paket enthalten. Die Umsetzung wird in enger Abstimmung mit den Gewerbetreibenden vor Ort erfolgen. In den Gestaltungsprozess sind ohnehin alle relevanten Akteur*innen eingebunden wie die Polizei, die Bahnhofsmission, D3, Südliches Bahnhofsviertel e.V., KAD, Streetworker:innen, Bezirksausschüsse und Bürger:innen.

Dazu sagt Christian Vorländer, Sprecher von SPD/Volt im Kreisverwaltungsausschuss:

„Mit allen für alle – gemeinsam machen wir unser Bahnhofsviertel schöner. Mit diesem interfraktionellen Maßnahmenpaket gelingt uns ein richtig großer Aufschlag. Jetzt müssen wir mit Mut und Fantasie an die Umsetzung gehen. Gerade im Verkehrsbereich lässt sich viel bewegen: Die kreativen Konzepte, die wir jetzt am Hauptbahnhof erproben, können die Blaupause für die ganze Stadt sein – damit München noch lebenswerter wird.“

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