Initiativen zur Bestattungskultur beschlossen – SPD setzt sich für mehr ein

SPD-Stadträtin Kathrin Abele
Foto: Carmen Lindemann

12. Dezember 2019

Der Gesundheitsausschuss des Stadtrats hat heute über die Umsetzung eines umfangreichen Antragspakets zur Münchner Bestattungskultur der SPD-Stadtratsfraktion beschlossen.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Kathrin Abele, gesundheitspolitische Sprecherin:

„Unser Ziel ist es, das bereits sehr gute Angebot der Städtischen Friedhöfe und der Städtischen Bestattung durch moderne Formen zu erweitern. Trauer ist etwas sehr Persönliches, der Umgang damit und insbesondere die Bestattungskultur aber auch ein gesellschaftliches, sich wandelndes Thema. Der Umgang mit Trauer, die Wünsche für eine würdige Bestattung und die Bedürfnisse beim Finden von Trost sind so individuell wie jeder Mensch. Gleichzeitig ändern sie sich – so wie sich auch die Gesellschaft und ihre Kultur immer wieder um neue Facetten bereichern.

Eine gute Ausstattung ist dabei immer die Grundlage für eine gute Bestattungskultur. Wir freuen uns, dass unsere Initiative in diese Richtung aufgegriffen wird und beispielsweise an einer Heizung für die Aussegnungshallen sowie an einem angenehmen Lichtkonzept gearbeitet wird. Wir wollen Grabstätten für Kinder und Föten kostenfrei machen, was nun zumindest angestoßen wurde – wegen der Finanzierung durch die Stadt muss der Stadtrat hierzu noch einen weiteren Beschluss treffen. Wir haben auch gefordert, die Sargpflicht abzuschaffen, worauf der Freistaat reagiert und diese gelockert hat. Auch die von uns beantragte Kleinbuslinie für den Waldfriedhof wird geplant, es läuft derzeit noch die Auswertung einer Befragung der Friedhofsbesucherinnen und -besucher.

Leider werden unsere Initiativen teils auch abgelehnt mit der Begründung, dass das Angebot bereits ausreichend sei. Zumindest aufgegriffen bleibt das Konzept ,Lebensgarten – ein symbolischer Trauerweg‘, das zwar gelobt, aber noch nicht berücksichtigt wurde. Dabei wäre gerade dies ein Beispiel für ein niederschwelliges Angebot, bei dem man – ohne Anmeldung, ohne Hürden – ganz einfach selbst einen Zugang finden kann. Wir sind ebenso der Meinung, dass bereits sehr gute Arbeit gemacht wird. Gleichzeitig sollten Möglichkeiten genutzt werden, innovative Idee einzubringen und Konzepte weiterzuentwickeln. Wir setzen uns deshalb weiter dafür ein, die Münchner Bestattungskultur modern weiterzuentwickeln.“

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