Junge Menschen brauchen Normalität

SPD-Stadträtin Lena Odell
Foto: Susie Knoll

19. Mai 2021

Junge Menschen benötigen endlich eine Perspektive: Deshalb setzt sich die SPD/Volt-Fraktion dafür ein, die Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl an Haushalten bei Treffen im Freien aufzuheben. Denn anders als Erwachsene haben Jugendliche derzeit nur geringe Chancen auf eine baldige Impfung. In einem heute eingereichten Antrag bittet SPD/Volt daher Oberbürgermeister Dieter Reiter, sich bei Bund und Land für eine Änderung der Regeln einzusetzen.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene führen seit mehr als einem Jahr ein sehr eingeschränktes Leben und verpassen wichtige Dinge. Aus Infektionsschutzgründen können sie ihre Freunde nicht regelmäßig in Kita und Schule sehen, Jugendzentren waren teilweise geschlossen, Kneipen und Clubs sind dicht. Die Impfungen schreiten voran, und damit erhalten Erwachsene zumindest ein Stück weit Normalität zurück. Für junge Münchnerinnen und Münchner gilt das nicht. Schon länger setzen sich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) und Sozialreferentin Dorothee Schiwy für die Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie ein.

Die SPD/Volt-Fraktion im Stadtrat fordert nun, dass bei Jugendlichen unter 21 Jahren die Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl an Haushalten bei Treffen im Freien entfallen sollte. Damit gleichzeitig die Kontaktnachverfolgung im Corona-Fall nachvollziehbar bleibt, soll sich die Höchstzahl der Personen weiterhin nach den geltenden Regeln der aktuellen Inzidenz richten. Momentan wären das in München fünf Leute. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wird sich auf Bundes- und Landesebene nun für eine entsprechende Änderung der Infektionsschutzrichtlinien einsetzen.

Gleichzeitig intensiviert die SPD/Volt-Fraktion ihre Anstrengungen, Hot Spots zu entzerren und im ganzen Stadtgebiet Aufenthaltsorte für alle zu schaffen. Neben den Stadtterrassen, die Menschen unbürokratisch in ihrer Nachbarschaft errichten und sich dort ohne Konsumzwang treffen können, gehen auch die Pläne für eine digitale Füllstandsanzeige am Gärtnerplatz weiter, wie das IT-Referat in der Sitzung des IT-Ausschusses am Mittwoch berichtete. Noch im Mai werden die Mitarbeitenden des Kommunalen Außendienstes (KAD) den Befüllungsgrad des Platzes melden und im Internet sowie der muenchen.de-App darstellen. So wissen junge Menschen, ob sie dort noch hingehen können oder es schon zu voll ist.

Dazu sagt Lena Odell, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Jugendliche haben eine andere Lebensrealität als Erwachsene. Daher ist es überfällig, dass wir die Regeln und Beschränkungen für sie anders betrachten. Treffen im Freien sind aus infektiologischer Sicht viel sicherer als solche in Innenräumen – und genau hier wollen wir ansetzen. Während den Älteren Impfungen Normalität zurückbringen, könnte es dann für die Jungen die Perspektive auf Beisammensein im Freien im nahenden Sommer sein.“

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