Keine Schnellschüsse für den Nachfolgebau des Karstadt Nordbad

Christian Müller. Foto: Susie Knoll

25. Oktober 2020

Die Rathauskoalition aus SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste strebt auf dem Gelände des vor kurzem geschlossenen und zum Abriss vorgesehenen Karstadt-Kaufhauses am Nordbad eine hohe städtebauliche Qualität an.

In einem gemeinsamen Antrag wird das Planungsreferat aufgefordert, die planungsrechtlichen Möglichkeiten aufzuzeigen, die zur Sicherung der „städtebaulichen Qualität an diesem wichtigen Ort“ führen können – eine Qualität, die Fraktionschefin Anna Hanusch den Plänen des aktuellen Eigentümers ausdrücklich nicht zuschreibt.

Dazu sagt Christian Müller, Vorsitzender der SPD/Volt-Fraktion:

„Wir bedauern es weiterhin, dass ein Traditionsunternehmen an dieser Stelle so rasch geschlossen wurde. Das verpflichtet allerdings auch dazu, sich und der Stadtgesellschaft Zeit und Raum zum Nachdenken zu geben, wie der Stadtraum dort künftig gestaltet wird. Wir wollen ein Gesamtkonzept, das Wohnraum schafft, den Verkehr mitdenkt und zum Viertel passt.“

Und Anna Hanusch, Fraktionsvorsitzende von Die Grünen - Rosa Liste, sagt:

„Die bisher vorgelegten Pläne des aktuellen Eigentümers sind dem Ort nicht angemessen. Die Stadt sollte für diesen Ort im Zentrum von Schwabing-West mit seinen prägenden Gebäuden in der direkten Nachbarschaft sorgfältig prüfen, wie hier steuernd eingegriffen werden kann. In Teilen der Fläche wäre grundsätzlich eine bessere Nutzungsmischung sinnvoll und auch der Bau von Wohnungen – die wir in München so dringend brauchen.“

Teilen