Kita-Finder+ weiterentwickeln – für ein noch familienfreundlicheres München

03. Januar 2022

Der Kita-Finder hat die Platzsuche in Kindertagesstätten deutlich vereinfacht. Für SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste ist das Ansporn, noch mehr in ein familienfreundliches System zu investieren. In einem gemeinsamen Antrag fordern die Fraktionen daher weitere Verbesserungen: Individuelle Gründe sollen bei der Dringlichkeit des Platzwunsches eine größere Rolle spielen. Außerdem sollen Eltern künftig mehr als eine Priorität angeben können. Eine klarere Sprache bei der Kommunikation soll Missverständnisse vermeiden.

SPD-Stadträtin Lena Odell setzt sich für Münchner Familien ein. Foto: privat
SPD-Stadträtin Lena Odell setzt sich für Münchner Familien ein. Foto: privat

An die Zeit vor dem Kita-Finder denken Eltern nur ungern zurück. Damals liefen sie von Kindertagesstätte zu Kindertagesstätte, führten unzählige Gespräche und bekamen dann doch wieder hauptsächlich Absagen. Mit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im Jahr 2014 änderte sich die Situation grundlegend: Er etablierte ein neues Portal namens Kita-Finder, in dem Eltern Betreuungsplätze für ihre Kinder buchen können. Seitdem wurde das Angebot stetig weiterentwickelt, Plätze werden schneller und gerechter vergeben.

Die Rathauskoalition wird das Programm nun weiter optimieren und will vor allem die Kriterien zur Dringlichkeit eines Platzes reformieren. Nicht mehr nur die reine Arbeitszeit soll hier eine Rolle spielen, sondern auch individuelle Gründe, wie besonders lange Fahrtwege, Geschwisterkinder, die auch zu einer Kita gebracht werden müssen, Schichtarbeit, zu pflegende Angehörige oder Alleinerziehende. Zudem sollen Eltern künftig auch eine zweite und dritte Priorität bei der Anmeldung angeben können. Eine bürger*innenfreundliche Sprache in der Kommunikation mit den Familien soll helfen, Missverständnisse in der Kommunikation zu vermeiden.

Dazu sagt Lena Odell, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Wir machen München noch familienfreundlicher. Ein Meilenstein war hier die Einführung des Kita-Finders, der eine endlich eine Online-Platzvergabe ermöglicht hat. Wir haben das Programm Jahr für Jahr verbessert und werden das auch weiterhin tun. Unser Ziel ist klar: Immer mehr Familien sollen den Kitaplatz bekommen, der am besten zu ihnen passt.“

Und Sebastian Weisenburger, Stadtrat bei Die Grünen – Rosa Liste, sagt:

„Der Kita-Finder hat schon vielen Familien das Leben etwas leichter gemacht, aber es steckt noch viel Verbesserungspotential in ihm. Wir wollen zukünftig die individuelle Situation der Familien – etwa die Länge der Anfahrtswege, die Unterbringung von Geschwistern oder die besondere Situation Alleinerziehender – bei der Einstufung mit in Betracht ziehen.“

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