Kostenlosen „Print & Collect“-Service für Schüler*innen ohne eigenen Drucker einführen

Lars Mentrup. Foto: Susie Knoll

22. Januar 2021

Bedürftige Kinder und Jugendliche dürfen beim Homeschooling nicht benachteiligt werden: Deshalb fordert die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat mit Die Grünen – Rosa Liste, in einem Antrag schnell und unbürokratisch den kostenlosen Service „Print & Collect“ einzuführen. Schülerinnen und Schüler ohne eigenen Drucker erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeitsblätter per E-Mail an die wohnortnahe Stadtbibliothek zu senden. Dort werden diese ausgedruckt und können kontaktlos abgeholt werden.

Die Schulen sind geschlossen, die Schülerinnen und Schüler erhalten Distanzunterricht. Doch viele Kinder und Jugendliche haben daheim nicht die Möglichkeit, nötige Arbeitsblätter auszudrucken. Für sie wäre es gut, eine wohnortnahe Anlaufstelle zu haben, falls ein Ausdrucken in der Schule aufgrund der Entfernung oder einer Schließung nicht möglich ist.

Da die Stadtbibliotheken nun wiederbesetzt sind und ihren Nutzerinnen und Nutzern per „Click & Collect“ Medien verleihen dürfen, schlägt die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat vor, Abholfächer für Ausdrucke zu Beispiel in den Vorräumen zu platzieren. Schülerinnen und Schüler könnten dann ihre Arbeitsblätter an die Stadt(-teil-)bibliotheken per E-Mail schicken. Dort drucken die Mitarbeitenden die Aufgaben aus und hinterlegen sie in den Abholfächern. Das System wäre kontaktlos durchführbar und entspräche damit den geltenden Hygieneschutzregeln

Dazu sagt Lars Mentrup, IT-politischer Sprecher der SPD/Volt-Stadtratsfraktion:

„Es darf nicht sein, dass Schülerinnen und Schüler ohne eigenen Drucker einen Nachteil beim Homeschooling haben. Im Gegenteil: Wir müssen alles dafür tun, dass bedürftige Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie nicht abgehängt werden. Das gilt für die nötige Ausstattung mit mobilen Endgeräten, von denen die Stadt bereits mehrere Tausend zur Verfügung gestellt hat. Und das gilt auch für das Ausdrucken der Arbeitsblätter, das die Stadtteilbibliotheken ohne größeren Aufwand übernehmen könnten.“

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