Kostenloses Mittagsessen für bedürftige Senior*innen ausweiten

Foto: Susie Knoll

09. Oktober 2020

In den Alten- und Servicezentren in München erhalten ältere Menschen mit einer geringen Rente schon jetzt ein kostenloses Mittagessen. Dieses Angebot will die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat erweitern: Künftig sollen auch alle anderen Einrichtungen der offenen Altenhilfe gefördert werden, damit sie Seniorinnen und Senioren eine warme Mahlzeit anbieten können. Bezahlt werden könnte dies zunächst aus Stiftungsmitteln oder Spenden, wenn nötig aber auch aus dem städtischen Haushalt.

Mehr als 260.000 Menschen in München sind 65 Jahre oder älter. München hat für sie unter SPD-Führung mit den 32 Alten- und Servicezentren (ASZ) ein bundesweit einmaliges Angebot etabliert. Seit Anfang 2019 erhalten Seniorinnen und Senioren mit einer Rente unter 1350 Euro im Monat hier ein kostenloses Mittagessen: Das macht nicht nur satt, sondern sorgt auch für ein niedrigschwelliges Zusammenkommen und holt viele älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger aus ihrer Einsamkeit.

Doch nicht für alle Rentnerinnen und Rentner mit geringem Einkommen sind die ASZs gut erreichbar. Deshalb fordert die SPD/Volt-Fraktion, dass das kostenfreie Mittagessen flächendeckend auch in anderen Einrichtungen der offenen Altenhilfe angeboten werden – im Club 29 im Bahnhofsviertel zum Beispiel, der Seniorentreff Hasenbergl und das Quartier Mitterfeldstraße. Denn viele dieser Einrichtungen befinden sich in Stadtvierteln mit einer hohen Dichten an Altersarmut. Finanzierbar wäre das für 2021 kurzfristig aus Stiftungsmitteln oder Spenden.

Dazu sagt die Fraktionsvorsitzende Anne Hübner, sozialpolitische Sprecherin:

„Für viele Seniorinnen und Senioren ist der kostenfreie Mittagstisch nicht nur die einzige warme Mahlzeit am Tag, er ermöglicht auch ein Zusammenkommen, das sie aus ihrer Einsamkeit herausholt. Es hat sich gezeigt, dass das gerade in Corona-Zeiten wichtig ist. Rentnerinnen und Rentner brauchen aber kurze Wege. Um möglichst viele Menschen zu erreichen und ihnen ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen, werden wir das Angebot jetzt ausweiten.“

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