Kultur und Gastro gleichbehandeln

14. Januar 2022

Bei Kulturveranstaltungen gelten strenge Zugangs- und Hygieneregeln, in der Gastronomie hingegen setzt die Bayerische Staatsregierung die bundesweit beschlossene 2G-plus-Regelung nicht um. Diese Ungleichbehandlung muss ein Ende haben, fordern die Stadtratsfraktionen von SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soll sich dafür nun beim Freistaat einsetzen.

Kultur und Gastro gleichbehandeln
Kulturveranstaltungen mit vollem Publikum waren letztes Jahr leider nur für kurze Zeit möglich. SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor bei der Eröffnung der Isarphilharmonie 2021. Foto: privat.

Dazu sagt Julia Schönfeld-Knor, kulturpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Wenn hier strengere Regeln als in der Gastronomie gelten, entsteht schnell der Eindruck, das Ansteckungsrisiko wäre bei Kulturveranstaltungen größer als in Gaststätten. Das aber ist falsch. Unsere Kulturbetriebe haben funktionierende Hygiene- und Lüftungskonzepte. Es gibt keinen Grund, sie mit unfairen Regelungen zu benachteiligen.“

Und David Süß, Stadtrat bei Die Grünen – Rosa Liste, sagt:

„Kulturbetriebe, Konzertveranstalter*innen, Clubs und Kollektive waren und sind selbstverständlich bereit die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Pandemie zu kontrollieren und bald beenden zu können. Eine fortwährende Ungleichbehandlung gegenüber anderen Lebensbereichen, wie der Gastronomie, kann nicht länger hingenommen werden. Mit Blick auf das Frühjahr und den Sommer muss der Freistaat die Regelungen angleichen. Dem Virus ist es egal, ob es auf einem Open Air oder einem Biergarten, einem Kino oder einem Restaurant an der Verbreitung gehindert wird.“

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