Medizinalhanf: SPD setzt sich für städtische Produktion ein

SPD-Stadträtin Kathrin Abele, stellv. gesundheitspolitische Sprecherin

09. Mai 2019

Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich weiterhin dafür ein, den Anbau von Medizinalhanf auf den Stadtgütern zu ermöglichen. Die Fraktion erreichte heute mit einem Ergänzungsantrag im Gesundheitsausschuss des Stadtrats einen entsprechenden Auftrag an die Stadtverwaltung.

Oberbürgermeister Dieter Reiter wird sich bei den zuständigen Stellen dafür einsetzen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Kathrin Abele, stellv. gesundheitspolitische Sprecherin:

„Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, wie wichtig Medizinalhanf für viele Patientinnen und Patienten ist. Lieferengpässe sowie Unterversorgung sind für uns der Anlass, die Produktion von medizinischem Cannabis als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge zu sehen. Deshalb verfolgen wir weiterhin das Ziel, dass die Stadt selbst Medizinalhanf anbaut. Wir freuen uns, dass ein entsprechender SPD-Antrag heute vom Gesundheitsausschuss des Stadtrats angenommen wurde. Der Oberbürgermeister wird sich nun beim Bund dafür einsetzen, dass die Gesetze geändert werden und die Abgabe von medizinischem Cannabis, das die Stadt anbaut, künftig ermöglichen.

Für viele Schmerzpatientinnen und -patienten und Schwerstkranke in Hospizstationen ist medizinisches Cannabis die letzte Hoffnung. Ihnen können andere Medikamente oft nicht helfen, bestimmte Cannabis-Präparate allerdings schon. Es ist sehr wichtig, dass zum einen genügend und zum zweiten eine ausreichende Auswahl unterschiedlicher Präparate vorhanden sind.

Aus Sicht der SPD wäre der kommunale Anbau eine sehr gute Lösung – denn die Stadt kann verantwortungsvoll mit der Produktion umgehen, die Abhängigkeit von Exporten würde sinken, und es wäre ein starkes Signal: Wir setzen uns dafür ein, die Versorgung für Menschen, die auf Medizinalhanf angewiesen sind, zu verbessern.“

Teilen