München braucht mehr Open-Air-Flächen

Foto: Lindemann

14. Oktober 2021

Die Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt wollen die Suche nach Flächen intensivieren, die für Open-Air-Veranstaltungen im Stadtgebiet in Frage kommen. Zu diesem Zweck schlagen sie in einem gemeinsamen Antrag die Gründung eines Runden Tisches vor, an dem möglichst noch in diesem Jahr die zuständigen Referate, Bezirksausschüsse, Verbände, freie Veranstaltungskollektive und Gesellschaften mit Open-Air-Flächen – etwa OMG und Messe München zusammenkommen sollen, um über ungenutzte Potentiale zu beraten.

Stadtrat David Süß (Die Grünen – Rosa Liste) verwies zur Begründung auf die zum Teil erheblichen Nutzungskonflikte, die während der Corona-Pandemie deutlich zu Tage getreten seien. Zudem sei durch die anstehende Sanierung des Olympiastadions eine weitere Verknappung des Flächenangebots zu erwarten.

Julia Schönfeld-Knor, kulturpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion, sagt:

„Die Kulturszene in München ist vielfältig – das soll sich auch bei den Open-Air-Veranstaltungen noch besser widerspiegeln. Deshalb wollen wir mit allen relevanten Akteurinnen und Akteuren gemeinsam an einem Runden Tisch verbindliche Richtlinien erarbeiten. Dabei ist uns besonders wichtig, den öffentlichen Raum gerecht aufzuteilen, Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet stattfinden zu lassen und Nutzungskonflikte besser zu moderieren.“

Stadtrat David Süß sagt:

"Vieles hat bei der Vergabe von Flächen während der Pandemie sehr gut funktioniert, diesen Schwung sollten wir mitnehmen. Wir brauchen in München dringend eine Ausweitung des Angebots von Flächen, auf denen Open-Air-Konzerte oder andere Veranstaltungen sattfinden können. Während der Pandemie ist nicht nur der Flächenmangel sichtbar geworden, sondern auch als intransparent empfundene Vergabeverfahren, ungenutzte Potentiale und Genehmigungshürden, unter denen gerade die nicht kommerziellen Veranstalter/innen zu leiden hatten. Wir brauchen Richtlinien zur Vergabe von Veranstaltungsflächen, die auch Nachhaltigkeit, Diversität und künstlerischer Anspruch berücksichtigen. Und wir brauchen mehr Flächen, dazu gilt es die Kreativität und das Wissen der Szenen zu nutzen.“

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