Münchner Gewerbe: So will die SPD mit den Flächen umgehen

SPD-Stadträtin Simone Burger, Fachsprecherin für Arbeitsmarktpolitik

11. Dezember 2018

Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich für ein Gleichgewicht aus Wohnen und Gewerbe, Grün und sozialer Infrastruktur in der Stadt ein. Der Stadtrat befasste sich heute mit der Entwicklung von Gewerbeflächen. Das sind die Standpunkte der SPD.

Grund und Boden ist das knappste Gut in dieser Stadt, drum muss sorgsam damit umgegangen werden. Das gilt auch für die Weiterentwicklung des Gewerbeflächenprogramms. Für fast jedes unbebaute Grundstück gibt es verschiedene Ideen, was dort entstehen soll: Wohnen, Gewerbe, Schulen, Grünflächen. Deshalb wird die SPD-Fraktion jeden Vorschlag auf die aus ihrer Sicht sinnvollste Nutzung prüfen. Wichtig ist der Rathaus-SPD auch der Gesamtblick auf die Stadt. Was braucht München, um im Gleichgewicht zu bleiben?

Die Stadt soll auch künftig neue Flächen fürs Gewerbe bieten und dabei genau darauf schauen, was die Stadt auch wirklich braucht. Gewerbeflächen, auch private, sollen so geplant werden, dass dort klassisches Gewerbe einen Platz findet. Städtische Flächen sollen nicht mehr an große Konzerne, sondern an kleine und mittelständische aus München vergeben werden. Natürlich dürfen auch Betriebe aus dem Umland zum Zug kommen, wo dies in einer Regionsplanung Sinn macht, von weiter außerhalb braucht man angesichts der knappen Flächen aber sicherlich keine Nutzer für städtische Gewerbeflächen rekrutieren. Die Anregung der SPD für mehr Dichte: Kooperationsbewerbungen sollen besonders berücksichtigt werden, also solche, bei denen sich mehrere Unternehmen das Grundstück teilen. Bei der Vergabe sollen auch soziale Aspekte besser berücksichtigt werden. Außerdem setzt sich die Rathaus-SPD dafür ein, dass städtische Gewerbegrundstücke, wie städtische Wohngrundstücke nur noch in Erbpacht vergeben und nicht mehr verkauft werden. Und die SPD bleibt dran: Die Unternehmen müssen wieder Werkswohnungen zur Verfügung stellen.

SPD-Stadträtin Simone Burger, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik, sagt dazu:

„In München soll es auch in Zukunft ein breites Angebot an Arbeitsplätzen geben und nicht nur Jobs für Unternehmensberater. Deshalb wollen wir neue Gewerbeflächen ausweisen. Aber wir müssen sorgsam mit Grund und Boden umgehen. Wir müssen kritisch prüfen, wo Gewerbe sich sinnvoll ansiedeln kann und wo nicht. Und wie wir die Gebiete tatsächlich nutzen. Deshalb sind wir heute vielen Vorschlägen des Referats für Arbeit und Wirschaft gefolgt, aber nicht allen. Und wir geben nicht auf, wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Unternehmen in der Pflicht sind, nicht nur den Fachkräftemangel zu beklagen, sondern Werkswohnungen zur Verfügungen zu stellen.“

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