Neue Taxitarife in München

24. Januar 2021

Taxifahren in München wird deutlich einfacher. Am Mittwoch wird der Stadtrat die Tarifordnung modernisieren. So kann künftig in jedem Taxi mit Karte bezahlt werden. Deutlich transparenter gestalten sich auch die Zuschläge, zumal viele von ihnen entfallen. Aus Sicht der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat muss das Taxigewerbe dringend zukunftsfähig aufgestellt werden – auch weil noch unklar ist, welche Auswirkungen die Neufassung des Personenbeförderungsgesetzes auf Bundesebene auf den Verkehr in der Stadt hat.

Bisher bezahlten Münchnerinnen und Münchner einen Zuschlag von 1,40 Euro, wenn sie ein Taxi per Telefon oder App bestellten. Dieser fällt derzeit bei etwa 75 Prozent der Fahrten an und muss künftig nicht mehr entrichtet werden. Daher verbilligen sich diese Fahrten, obwohl der Grundpreis von 3,50 auf 4,50 Euro angehoben wird. Und der Stadtrat beschließt noch mehr: Bisher mussten Fahrgäste für Gepäck und Tiere je 0,70 Euro extra bezahlen. Auch diese genannten Zusatzkosten entfallen nun, lediglich für die Fahrradmitnahme werden 7,50 Euro zusätzlich fällig. Der Preis für sperrige Güter ist frei vereinbar.

Eine Modernisierung der Taxitarife ist aus Sicht der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat zum jetzigen Zeitpunkt extrem wichtig, weil auf Bundesebene die Neufassung des Personenbeförderungsgesetzes ansteht. Hemmnisse für neue Mobilitätsanbieter sollen verschwinden, die Regelungen für Taxis und Mietwagen mit Fahrer*in geändert werden. Ein Kern der Novelle ist die Aufnahme einer neuen Beförderungsform, es geht um „Pooling-Angebote“. Dabei teilen sich mehrere Fahrgäste einen Transporter, bestellt wird über eine App. Zudem sieht die Neuregelung flexiblere, bestellbare Angebote im öffentlichen Nahverkehr vor. Darunter fällt etwa der in München bereits existierende Isartiger. Die Kommunen sollen weitreichende Kompetenzen für die Ausgestaltung erhalten.

SPD/Volt fordert daher mit Die Grünen – Rosa Liste die Stadtverwaltung und die Münchner Verkehrsgesellschaft auf darzustellen, wie sich diese Änderungen auf das Verhältnis von ÖPNV sowie Taxi- und Mietwagengewerbe in München auswirken.

Dazu sagt Christian Vorländer, Sprecher im Kreisverwaltungsausschuss:

„Wir modernisieren die Taxitarifordnung ganz entscheidend. Wir schaffen noch mehr Transparenz für die Kundinnen und Kunden, wir vereinfachen die Tarife. Die vielen verschiedenen Zuschläge fallen weg und es gibt zusätzliche Festpreisangebote. Im Gegenzug zur moderaten Erhöhung der Grundgebühr auf 4,50 Euro verschwindet der Bestellzuschlag, der bisher 75 Prozent der Fahrten betraf. Dass auch das Taxigewerbe mit dem vorliegenden Konzept sehr zufrieden ist, zeigt, dass wir den richtigen Weg gehen. Und auch bei der anstehenden Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes werden wir auf eine gute Lösung für unsere Taxifahrerinnen und Taxifahrer achten.“

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