ÖPNV: SPD fordert 365-Euro-Jahresticket für Kinder und Jugendliche

SPD-Stadträtin Simone Burger

24. Oktober 2018

Der Freistaat hat Geld für die MVV-Tarifreform versprochen. Die SPD setzt sich nun dafür ein, für Kinder und Jugendliche in den Ausbildungstarifen I und II zum Dezember 2019 ein Jahresticket für 365 Euro in der neuen M-Zone zu ermöglichen.

In den Verhandlungen zur MVV-Tarifreform ist die SPD-Stadtratsfraktion die Stimme der Münchnerinnen und Münchner – jetzt macht sich die Rathaus-SPD mit einem neuen Vorstoß für weitere Verbesserungen stark. Der Vorschlag: Ein Jahresticket für einen Euro pro Tag für die Ausbildungstarife I und II. Das zu prüfen fordert die Fraktion heute in einem Antrag.

Der bayerische Ministerpräsident hat im September angekündigt, dass spätestens von 2030 an die Jahreskarten für den Öffentlichen Nahverkehr in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Würzburg nur noch 365 Euro pro Jahr kosten sollen. Vorerst hat der Freistaat zunächst einen Zuschuss von jährlich 35 Millionen Euro für die Tarifreform versprochen. Die SPD lässt prüfen, ob damit bei den Kindern und Jugendlichen der Anfang gemacht und im Münchner Ausbildungstarif ein 365-Euro-Jahresticket ermöglicht werden kann.

Stadträtin Simone Burger, die Vertreterin der SPD-Fraktion in den Verhandlungen, sagt:

„Wir werden die vom Freistaat versprochene Förderung auch für die Münchnerinnen und Münchner einfordern. Unser Ziel ist es, sie so zu verwenden, dass wir damit spürbare Verbesserungen bewirken. Das 365-Euro-Jahresticket für Kinder und Jugendliche wäre dafür eine sehr hervorragende Chance. Deshalb lassen wir prüfen, ob sich mit den Zuschüssen ein solches Ticket in den Ausbildungstarifen I und II umsetzen ließe. Gerade auch für junge Menschen wollen wir den ÖPNV attraktiv machen, damit dieser jetzt und künftig für sie das Verkehrsmittel der Wahl ist. Gleichzeitig würden mit diesem Ticket Familien finanziell entlastet. Wir finden: eine sehr gute Idee.“

Teilen