Postfilialen erhalten und Versorgung verbessern!

Foto: Susie Knoll

04. März 2021

Die Postfilialen an der Bergmannstraße, an der Angererstraße und an der Agnesstraße müssen schließen. Das wollen die Stadtratsfraktionen von SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste verhindern. Gleichzeitig fordern sie die Deutsche Post auf, ihren Grundversorgungsauftrag zu verbessern: Kürzere Wege und die Annahme von Paketen und Sendungen in allen Größen müssen gewährleistet sein.

Nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie sind Paket- und Postlieferungen wichtig. Postalische Dienstleitungen sind ein Teil der Daseinsvorsorge und tragen entscheidend zur Lebensqualität in den Stadtvierteln bei. Deshalb braucht es ein gutes Filialnetz, welches nicht allein durch die Auslagerung an Partnerfilialen mit teilweise eingeschränktem Angebot ersetzt werden kann. Die Deutsche Post muss und kann auch in Eigenregie Filialen betreiben.

Die Stadtratsfraktionen von SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste fordern die Post daher auf, Filialschließungen zu stoppen. Stattdessen soll sie ihr Angebot weiter verbessern. Stationäre Poststellen sollen künftig in maximal 1000 Metern statt wie bisher 2000 Metern erreichbar sein. Außerdem sollen die Filialen alle Arten von Paketen und Sendungen annehmen und lagern müssen – egal, wie groß diese sind. Der Grundversorgungsauftrag der Post muss auf Bundesebene nachverhandelt werden. Klare Aussagen zum Leistungsumfang und dem Versorgungsradius müssen das Ziel sein, fordert die Münchner Rathauskoalition. Dafür setzt sich auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bereits sehr engagiert ein.

Dazu sagt Simone Burger, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Wir kämpfen um die Postfilialen in den Stadtvierteln. Denn fußläufig erreichbare Poststellen, in denen Pakete aufgegeben werden können, sind für uns Teil der Daseinsvorsorge. Deshalb soll der Vertrag mit der Post verschärft werden. Wichtig ist das gerade für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das Outsourcing der Post führt zu einer Verschlechterung des Service und ist deshalb der falsche Weg. Wir wollen, dass die Post wieder selbst Filialen betreibt.“

Und Sibylle Stöhr, Stadträtin von Die Grünen – Rosa Liste, sagt:

„Die Post muss ihre Strategie der immer weiteren Ausdünnung ihrer Angebote dringend überdenken. Eine Postfiliale in der Nähe gehört nicht nur zu Lebensqualität, sondern ist essenziell für die Infrastruktur in den Stadtvierteln – gerade für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen.“

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