Radl-Parken in München: SPD-Stadtratsfraktion legt Initiative vor

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der Fraktion

12. Dezember 2018

Die SPD-Stadtratsfraktion will die Situation verbessern und nennt klare Ziele. Der Planungsausschuss des Stadtrats hat die Entscheidung in den Januar vertagt.

Mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Stadt – die werden aus Sicht der Rathaus-SPD dringend gebraucht. Heute hätte der Stadtrat konkrete Verbesserungen beschließen können. Stattdessen wurde die Entscheidung hierzu im Planungsausschuss in die nächste Sitzung im neuen Jahr vertagt. Den Antrag hierzu hatte die CSU gestellt, die Grünen gaben an, sie wären mit dem Schreiben ihres Änderungsantrags noch nicht fertig.

Die SPD forderte in einem Änderungsantrag, mindestens drei geeignete Standorte für saisonale Fahrradabstellanlagen sowie mindestens drei geeignete Standorte für das Konzept des „Flex-Parkens“ (eine parallele, zeitlich abgegrenzte Nutzung von Parkplätzen für Autos oder Fahrräder) zu prüfen. In dicht bebauten Wohngebieten sollen in Abstimmung mit den Bezirksausschüssen vermehrt Autoparkplätze in Fahrradstellplätze umgewandelt werden. Am Isartor, wo die Situation unbefriedigend ist, sollen Auto- in Fahrradstellplätze umgewandelt werden. Darüber hinaus setzt sich die SPD für das Gesamtkonzept zum Fahrradparken ein, das vorsieht, mehr Stellplätze für Radl auf öffentlichem Grund zu schaffen und dies bei Planungs- und Entwicklungsprozessen zu berücksichtigen. Außerdem soll das Angebot der Stellplätze auf eine optimale Ergänzung durch den ÖPNV abgestimmt werden.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der Fraktion, sagt dazu:

„Es ist schade, dass wir das Konzept fürs Fahrradparken heuer nicht mehr auf den Weg bringen konnten. Die SPD hat ihre Vorschläge klar benannt. So fordern wir etwa mehr Radlparkplätze auf öffentlichem Grund, Autoparkplätze sollen – wo sinnvoll – zu Radlstellplätzen gemacht oder flexibel genutzt werden. Wer den Radverkehr fördern will, muss für Abstellmöglichkeiten sorgen.“

Teilen