Schanigärten zunächst bis Ende März 2021 verlängert

29. September 2020

Der Kreisverwaltungsausschuss des Münchner Stadtrats hat in seiner Sitzung am Dienstag die Schanigärten verlängert. Gastrobetriebe in der Stadt können ihre zusätzlichen Freischankflächen bis zunächst einschließlich 31. März 2021 betreiben. SPD/Volt kann sich aber vorstellen, dieses Angebot in den warmen Monaten auch unbefristet beizubehalten. In diesem Herbst und Winter wird es zudem ausnahmsweise erlaubt sein, die Außenbereiche mit Ökostrom-Heizstrahlern zu erwärmen. Gasbetriebene Heizpilze hingegen wird es in München aus Klimaschutzgründen nicht geben.

Die Schanigärten in München werden vorerst bis März 2021 verlängert. Foto: SPD/Volt
Die Schanigärten in München werden vorerst bis März 2021 verlängert. Foto: SPD/Volt

Der Münchner Stadtrat hat auf die existenzbedrohende Lage, in die die Gastronomiebetriebe durch die Corona-Pandemie geraten sind, schnell reagiert und bereits Mitte Mai beschlossen, unter bestimmten Voraussetzungen Freischankflächen über die Gebäudegrenze seitlich hinaus und auf Parkplätzen zu erlauben. Das Angebot kam sehr gut an.

Bisher sind im Kreisverwaltungsreferat fast 1100 Anträge auf Erweiterung und Neuschaffung von Freischankflächen eingegangen, von denen knapp 900 genehmigt wurden. Etwa 500 Freischankflächen sind auf Parkplätzen entstanden: Dadurch gibt es fast 5000 zusätzliche Gastroplätze. Zählt man die neuen Freischankflächen seitlich neben den Schank- und Gastwirtschaften dazu, kommt man auf insgesamt 8700 zusätzliche Gastplätze. Lediglich 179 Beschwerden gingen ein.

Im Frühjahr wird sich der Stadtrat erneut mit den Freischankflächen beschäftigen. Die SPD/Volt-Fraktion kann sich durchaus vorstellen, die Schanigärten auch über den 31. März hinaus in den warmen Monaten beizubehalten. Um die Wirtinnen und Wirte zusätzlich zu entlasten, müssen sie keine Gebühren für ihre Freischankflächen bezahlen, solange pandemiebedingt ein Abstandsgebot von 1,5 Metern in der Gastronomie gilt.

Dazu sagt Stadtrat Andreas Schuster:

„Die Schanigärten haben gezeigt, wie schön wir den öffentlichen Raum gestalten können. Wir haben im Sommer bewiesen, dass München nicht umsonst den Ruf der nördlichsten Stadt Italiens hat. Deshalb verlängern wir die Schanigärten sehr gerne und können uns vorstellen, sie in den warmen Monaten unbefristet beizubehalten. In diesen herausfordernden Zeiten wollen wir die Gastronomie unterstützen und gleichzeitig aber auch den Klimaschutz nicht aus den Augen verlieren: Deshalb sind mit Ökostrom betriebene Heizstrahler erlaubt, gasbetriebene Heizpilze aber nicht.“

Teilen