Schnelle Hilfe für Anwohner*innen an der Genter / südliche Osterwaldstraße

Foto: Susie Knoll

11. August 2020

Warum die Keller in mehr als 50 Gebäuden an der Genter Straße und der Osterwaldstraße mit Grundwasser vollgelaufen sind, ist derzeit noch unklar. Die Anwohner*innen aber brauchen jetzt Unterstützung: Deshalb fordert die SPD/Volt-Stadtratsfraktion schnelle Hilfe von der Stadt und lässt das Thema auf die Tagesordnung des Feriensenats am kommenden Mittwoch, 19. August, setzen.

Anfang dieses Jahres waren nur wenige Gebäude betroffen, mittlerweile aber sind die Keller in mehr als 50 zum Teil denkmalgeschützten Häusern überschwemmt. Zum Beispiel im Haus von Andrea Kropf. Bis zu 40 Zentimeter hoch steht bei ihr das Grundwasser im Untergeschoss, es läuft permanent weiter hinein, obwohl die Pumpen im Dauerbetrieb sind. Mittlerweile hat Andrea Kropf sogar die Tür zur Garage zubetoniert. „Sonst habe ich permanent Wasser im Treppenhaus“, sagt sie. Was nicht nur unangenehm riecht, sondern auch das Bauwerk beschädigt.

„Das ist eine Katastrophe für die Eigentümerinnen und Eigentümer“, sagt Lars Mentrup, SPD-Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender des Bezirksausschusses Schwabing-Freimann. Deshalb fordert die SPD/Volt-Stadtratsfraktion mit den Grünen-Rosa Liste und der FDP Bayernpartei schnelle Unterstützung.

Die Stadt soll wie in einem lokalen Katastrophenfall agieren und das Technische Hilfswerk (THW) und gegebenenfalls die Feuerwehr München um Amtshilfe bitten, damit der Grundwasserspiegel abgesenkt werden kann. Bis zur Klärung der Ursachen sollen sich Stadt und Eigentürmer*innen die Kosten je zur Hälfte teilen, ohne dass die Stadt fixe Verpflichtungen eingeht. Außerdem soll das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) ein unabhängiges Gutachten erstellen lassen, das die Ursache für den Grundwasseranstieg ermittelt und Lösungsansätze liefert, wie derartige Vorfälle künftig verhindert werden können.

Dazu sagt SPD-Stadtrat Lars Mentrup aus Schwabing: „Trockener Sommer? Das gilt nicht in der Genter Straße. Wir wollen, dass die Menschen ihre Keller wieder betreten können, ohne dabei nass zu werden. Eine schnelle und unbürokratische Hilfe steht für uns an erster Stelle. Ein unabhängiges Gutachten soll dann die Ursache des Grundwassereinbruchs klären und Lösungswege aufzeigen.“

Den vollständigen Antrag finden Sie hier

Teilen