Sicher durch die Laimer Unterführung: SPD fordert Radwege

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl
Foto: Carmen Lindemann

22. November 2019

Seit Beginn der mehrjährigen Umbaumaßnahmen am Laimer S-Bahnhof kommt es täglich zu gefährlichen Situationen zwischen Fuß- und Radverkehr im westlichen Teil der Laimer Unterführung. Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich deshalb dafür ein, dass schnellstmöglich Radwege angelegt werden, die dieses Risiko entschärfen und die Situation sowohl für den Fuß- als auch den Radverkehr verbessern.

Einen entsprechenden Antrag stellt die Fraktion heute.

Dazu sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl, örtliche Stadträtin:

„Ob man derzeit zu Fuß unterwegs ist oder mit dem Radl: Die Situation in der Laimer Unterführung ist eng, unübersichtlich und nachts teils auch noch schlecht beleuchtet – immer wieder ergeben sich gefährliche Situationen. Dass die Menschen genervt sind von der schlechten Lösung, die von der Bahn derzeit angeboten wird, erhöht das Risiko, denn wo es hakelt, wächst die Ungeduld und die Rücksicht leidet. Wir brauchen daher dringend eine bessere Lösung!

Die SPD fordert diese von der Deutschen Bahn ein und hat einen konkreten Vorschlag: Im derzeit gesperrten östlichen Teil der Unterführung, wo bisher der motorisierte Verkehr fuhr, sollen temporär Radwege eingerichtet werden. Der ehemalige Fußweg ganz im Osten soll für Radlerinnen in nördliche Richtung hergerichtet werden, der Schutzstreifen westlich der früheren Fahrbahn als Radweg in Richtung Süden. Die östliche Röhre ist noch bis voraussichtlich Mitte Dezember gesperrt, danach ließen sich diese Wege schnell umsetzen.*

Damit könnte dem Radverkehr in der Zeit, bis die Umweltverbundröhre fertig ist, eine gute Route durch die Unterführung ermöglicht werden und der westliche Teil würde entlastet. Dieser westliche Teil, in dem derzeit das Gedränge herrscht, stünde dann nur für Fußgänger*innen zur Verfügung. Die Fahrradabstellanlagen blieben natürlich erreichbar – nur muss man sein Radl dann eben auf dem Fußgängerweg ein paar Meter schieben. Wir bitten Oberbürgermeister Dieter Reiter, sich bei der Bahn für eine solche Lösung einzusetzen.“

Am vergangenen Sonntag hatte sich die SPD bereits für die barrierefreie Erreichbarkeit des S-Bahnsteig am Bahnhof Laim während der Umbauzeit starkgemacht. Nach ersten Gesprächen, die der SPD-Bezirksausschussvorsitzende Josef Mögele mit Vertretern der Deutschen Bahn AG geführt hat, zeigen sich bereits erste Erfolge. Es wurde zugestanden, dass es zum Gleis stadteinwärts einen mechanischen Aufzug geben soll, zum Gleis stadtauswärts sei derzeit eine Busverbindung zur Friedenheimer Brücke geplant. Die SPD-Fraktion hat Oberbürgermeister Dieter Reiter beauftragt, weiteren Druck auszuüben, um eine bestmögliche barrierefreie Anbindung zu erreichen.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl mit SPD-BA-Chef Josef Mögele (links) und SPD-BA-Mitglied Carsten Kaufmann vor der östlichen Röhre, in der die temporären Radwege realisiert werden sollen.
Die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl mit SPD-BA-Chef Josef Mögele (links) und SPD-BA-Mitglied Carsten Kaufmann vor der östlichen Röhre, in der die temporären Radwege realisiert werden sollen.
Blick in die östliche Röhre. Sie ist derzeit für den Verkehr gesperrt. In nördliche Richtung könnte auf dem ehemaligen Fußweg (rechts im Bild) ein Radweg entstehen, in südliche Richtung auf dem ehemaligen Schutzstreifen (links im Bild).
Blick in die östliche Röhre. Sie ist derzeit für den Verkehr gesperrt. In nördliche Richtung könnte auf dem ehemaligen Fußweg (rechts im Bild) ein Radweg entstehen, in südliche Richtung auf dem ehemaligen Schutzstreifen (links im Bild).

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