SPD-Initiative: Offene Angebote für ein gutes Leben im Alter weiter ausbauen

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Müller
Foto: Carmen Lindemann

18. November 2019

Der Sozialausschuss des Stadtrats entscheidet am kommenden Donnerstag über mehrere Initiativen der SPD-Stadtratsfraktion zur offenen Altenhilfe. Insgesamt sollen 3,85 Mio. Euro im kommenden Jahr sowie ab 2021 dauerhaft 4,42 Mio. Euro zusätzlich für verschiedene Angebote zur Verfügung gestellt werden.

Dazu sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Müller, sozialpolitischer Sprecher:

„Wir wollen allen Münchnerinnen und Münchnern auch im Alter ein gutes, selbstbestimmtes und sicheres Leben in der Mitte unserer Stadtgesellschaft ermöglichen. Um zusammenzubringen, zu unterstützen und da zu sein, wo Hilfe gebraucht wird, wollen wir die offene Altenhilfe weiter stärken. Dazu hat die SPD-Stadtratsfraktion mehrere Initiativen eingebracht. Zum einen wollen wir den günstigen – beziehungsweise bei geringem Einkommen kostenfreien – Mittagstisch in den Alten- und Servicezentren sowie sieben weiteren Einrichtungen wie Senioren- oder Familientreffs weiter ausbauen. Das Angebot wird sehr gut angenommen, wir wollen es personell und finanziell noch besser ausstatten. Weil manchmal im Alltag daheim bereits einfache Tätigkeiten zur Herausforderung werden können, wollen wir auch die hauswirtschaftlichen Hilfen ausbauen. Hilfe beim Einkaufen oder Putzen, Begleitung nach Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten – durch kleine Hilfen bleibt ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung länger und besser möglich. Wir wollen, dass solche Hilfen praktisch schnell, einfach und unbürokratisch zu erhalten sind. Dafür soll es bald ein Konzept geben. Eine weitere Unterstützung: Wir wollen die Verfügbarkeit von Begleit- und Fahrdiensten verbessern und dazu neue Stellen zur Koordination und Organisation schaffen.“

SPD-Stadträtin Anne Hübner sagt:

„München geht zukunftsorientiert voran – da ist es wichtig, dass gleichzeitig niemand auf der Strecke bleibt. Mit fortschreitender Digitalisierung werden der Zugriff auf und die Kompetenz im Umgang mit digitalen Anwendungen immer wichtiger. Ältere Menschen dürfen von dieser Entwicklung nicht benachteiligt oder ausgeschlossen werden. Damit wir allen unabhängig von persönlichen Vorerfahrungen und sozialen Verhältnissen einen bestmöglichen Zugang bieten, wollen wir auch hier die offenen Angebote ausbauen. Die Alten- und Servicezentren sowie die Seniorentreffs sollen digital besser ausgestattet werden, sowohl in der Hardware als auch hinsichtlich öffentlich zugänglichen WLans. Wir wollen Schulungen für Seniorinnen und Senioren, zum Beispiel an der Münchner Volkshochschule, sowie auch Schulungen für Ehrenamtliche, die wiederum Senioren im Umgang mit digitalen Medien unterstützen, weiter ausbauen. Ältere Menschen mit geringem Einkommen sollen einen Zuschuss von 250 Euro beim Kauf eines Laptops oder eines Tablets erhalten. Was bei der Unterstützung im Bereich der Digitalisierung gilt, gilt generell: Persönlicher Kontakt, ein Zusammenkommen ist ganz wichtig. Wir wollen deshalb auch integrative Projekte stärken, etwa das Projekt ,ALT und JUNG‘ des ASZ Neuhausen sowie des Münchner Waisenhauses. Dieses führt Kinder und Jugendliche, vor allem unbegleitete minderjährige Geflüchtete, mit Seniorinnen und Senioren zusammenzuführen. In Gesprächen, gemeinsamen Kurse oder durch gegenseitige Hilfen erleben beide Seiten ein wertschätzendes Miteinander.“

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