SPD und CSU setzen sich beim S4-Ausbau für die BürgerInnen vor Ort ein

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Müller

19. Juli 2019

Der Planungsausschuss des Stadtrats hat am Donnerstag beschlossen, wie die Eisenbahnkreuzungen beim Ausbau der S-Bahnstrecke S4 West Pasing – Buchenau grundsätzlich angelegt werden sollen.

Die Stadtratsfraktionen von SPD und CSU setzten sich dafür ein, dass dabei für die barrierefreie Erschließung der Unterführung am S-Bahnhof-Aubing von Norden, den gesamten Bahnhofsvorplatz und die anschließenden städtischen Flächen ein städtebaulicher Wettbewerb mit breiter Bürgerbeteiligung ausgelobt wird.

Außerdem sollen die Querungen so gestaltet werden, dass sie den Durchgangsverkehr durch Lkw reduzieren. Ein entsprechender Änderungsantrag (siehe anbei), den die Stadtratsfraktion von SPD und CSU gemeinsam im Ausschuss einbrachten, wurde einstimmig beschlossen.

Dazu sagt der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Müller, örtlicher Stadtrat:

„Wir wollen die Aubinger Bürgerinnen und Bürger vor zusätzlichem Lkw-Verkehr schützen. Im Münchner Westen gibt es viel Durchgangsverkehr, gerade auch durch Lkw, das belastet die Wohnviertel und die Ortskerne. Die Umbaumaßnahmen beim Ausbau der S4-Strecke bieten nun die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass dieser nicht noch weiter zunimmt. Die Höhen der Unterführungen sollen so gewählt werden, dass der Durchgangsverkehr durch Lkw eingeschränkt wird. Natürlich muss dabei weiterhin gewährleistet sein, dass der öffentliche Nahverkehr und Einsatzfahrzeuge, etwa der Feuerwehr, diese Stellen problemlos passieren können. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass bei der Gestaltung der Verbindungen und auch des Bahnhofsvorplatzes eine breite Bürgerbeteiligung stattfindet.“

Der örtliche CSU-Stadtrat Johann Sauerer, verkehrspolitischer Sprecher, sagt:

„Unserem Ziel der Verhinderung eines Verkehrsinfarkts des historischen Aubinger Dorfkerns und den daran anschließenden Wohngebieten sind wir ein Stück näher gekommen. Natürlich müssen nun weitere Maßnahmen folgen. Die Ortsverbindung zwischen Aubing und Freiham muss neu überdacht werden. Hier darf es keine Denkverbote geben. Unser Stadtbezirk darf nicht zum reinen Transitgebiet der Pendlerströme werden. Mich persönlich freut besonders der Beschluss eines städtebaulichen Wettbewerbs für den Bereich um den Aubinger Bahnhof. Ich bin der festen Überzeugung, dass durch einen offen gehaltenen Wettbewerb mit starker Bürgerbeteiligung hier ein Schmuckstück entstehen kann. Gerade diese wichtige innerörtliche Verbindung zwischen dem alten Ortskern mit der Kirche St. Quirin, dem Pfarrzentrum, dem Kulturzentrum Ubo 9 und dem Neubaugebiet an der Colmdorfstrasse mit der Durchwegung nach Freiham muss adressbildend für beide Stadtteile gestaltet werden.“

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