SPD/Volt fordert Entsorgungsstationen für Reisemobil-Toiletten

06. September 2021

Camping-Urlaub liegt im Trend. In München aber fehlen Stellplätze für Reisemobile und Entsorgungsstationen für Chemietoiletten. Die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat beantragt daher, eine entsprechende Infrastruktur in der Stadt zur Verfügung zu stellen. So könnten Münchnerinnen und Münchner Grauwasser und Chemietoiletten fach- und umweltgerecht entsorgen, ohne dass die Stadt große Mehrkosten hat. Denn der Betrieb dieser Stationen ist nahezu kostendeckend.

"Die Münchnerinnen und Münchner verreisen gerne mit dem Camper. Und wir wollen ihnen die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen", sagt SPD-Stadträtin Micky Wenngatz. Foto: privat
"Die Münchnerinnen und Münchner verreisen gerne mit dem Camper. Und wir wollen ihnen die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen", sagt SPD-Stadträtin Micky Wenngatz. Foto: privat

Seit einigen Jahren schon erfreuen sich Reisemobile einer immer größeren Beliebtheit. Die Zulassungszahlen steigen, immer mehr Hersteller bieten Alternativen zu den herkömmlichen sperrigen Wohnmobilen an. Insbesondere während der Corona-Pandemie sind Wohnmobile und Campervans zur Reise-Alternative für viele Münchnerinnen und Münchner geworden.

Die Campingmobile aber verursachen allerdings auch „Abfälle“, und die Entsorgung des Grauwassers beziehungsweise der Chemietoilette, aber auch das Befüllen des Frischwassertanks bereitet vielen Menschen in der Stadt Kopfzerbrechen. In München gibt es lediglich an der Allianzarena eine Entsorgungsmöglichkeit. Das führt teilweise dazu, dass Grauwasser in die Kanalisation abgelassen oder die Chemietoilette im heimischen WC gelehrt wird. Das ist weder fach- noch umweltgerecht.

Dies ließe sich einfach verhindern, wenn die Stadt gebührenpflichtige Entsorgungssäulen aufstellt, wie sie sie zum Beispiel in Kaufbeuren gibt. Die SPD/Volt-Fraktion im Stadtrat plädiert dafür, diese Infrastruktur insbesondere auf größeren Parkplätzen in Kombination mit Nachtstellplätzen zu organisieren. Die Gebührenstruktur sollte kostendeckend sein. Andernorts werden etwa zwischen einem und zwei Euro pro 100 Liter Frischwasser fällig, 0,50 bis 1 Euro für das Entsorgen der Chemietoilette oder zehn Euro für das Nachtparkticket durchreisender Fahrzeige fällig.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Micky Wenngatz:

„Die Münchnerinnen und Münchner verreisen gerne mit dem Camper. Und wir wollen ihnen die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen. Entsorgungsstationen bieten eine platzsparende, effiziente Lösung, um Grauwasser und Chemietoiletten fachgerecht zu entsorgen. Ein solches Angebot schont die Nerven der Heimkehrenden und schützt gleichzeitig die Umwelt, ohne die Stadt in hohe Kosten zu stürzen.“

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