SPD/Volt fordert verstärkte Aufklärung über „Coronagegner“ an Schulen

Foto: Susie Knoll

22. Juli 2021

Menschenfeindliches Gedankengut hat in München keinen Platz. Deshalb verstärkt die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat nun die antifaschistische Arbeit an den Schulen. Jugendliche sollen verstärkt über rechte Strömungen, auch in der Szene der „Coronagegner“ aufgeklärt werden. Dafür beantragt die Fraktion nun gemeinsam mit dem Koalitionspartner extra Zuschüsse.

In der Coronapandemie haben rechte Verschwörungsmythen enormen Aufwind erhalten. Selbsternannte „Coronagegner“ stellen nicht nur Infektionsschutzmaßnahmen in Frage, sondern verbreiten auch antisemitisches und faschistisches Gedankengut. Gleichzeitig herrscht in der Stadtgesellschaft nach über einem Jahr Pandemie eine gewisse Müdigkeit gegenüber den geltenden Einschränkungen, so dass die Thesen rechter Bewegungen ein Stück weit anschlussfähig werden.

Hier will SPD/Volt präventiv eingreifen und auch diejenigen, die rechtes Gedankengut bereits übernommen haben, wieder zurückholen. Die Fraktion beantragt daher, 40.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Diese können in bestehenden Programmen und Strukturen abgerufen werden, um an Schulen Aufklärungsarbeit mit dem Fokus auf aktuelle Herausforderungen zu leisten.

Dazu sagt Lena Odell, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Wir werden nicht zulassen, dass menschenfeindliches Gedankengut verbreitet wird. Vor fünf Jahren haben wir in München beim OEZ-Anschlag schmerzlich erfahren, wohin rassistische Radikalisierung führen kann. Es gilt, alles daran zu setzen, dass sich solche Taten nicht wiederholen. Gerade an Schulen wollen wir daher jetzt verstärkt antifaschistische Aufklärungsarbeit etablieren, um Schülerinnen und Schüler zu empowern, Fake News und Hetze als solche zu erkennen und dagegen Stellung zu beziehen.“

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