SPD/Volt fordert weiter: Post muss Angebot verbessern

21. Juni 2021

Enttäuschend – so lässt sich die Antwort der Deutschen Post AG auf die Forderungen des Münchner Stadtrats zusammenfassen. Dieser hatte auf Initiative von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und der SPD/Volt-Fraktion bessere Bedingungen in der Postversorgung Münchens gefordert. Doch die Post setzt lieber auf Auslagerungen, wie aus dem Schreiben hervorgeht, über das der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats am Dienstag diskutieren wird. SPD/Volt wird daher weiter für Verbesserungen kämpfen.

Die Postfiliale an der Bergmannstraße muss schließen. Foto: privat
Die Postfiliale an der Bergmannstraße muss schließen. Foto: privat

Angererstraße, Agnesstraße und Bergmannstraße: Das sind nur drei Beispiele für Schließungen von Postfilialen. Sie gehören der Postbank, ihre Begründung für die Schließung: mangelnde wirtschaftliche Tragfähigkeit. Für die Deutsche Post AG stellt das kein großes Problem dar. Schließlich gebe es in der Umgebung sogenannte Partner-Filialen, also Poststellen in Geschäften oder Bäckereien zum Beispiel. Auch ein Schreiben von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) konnte den Konzern nicht umstimmen. Die Post bleibt bei ihrer Strategie, ihre Dienstleistungen grundsätzlich an Dritte auszulagern.

Für die Anwohnerinnen und Anwohner aber haben das gravierende Konsequenzen. Denn das Outsourcing führt in vielen Fällen zu einer Verschlechterung des Services, oft müssen weite Wege zurückgelegt werden, um ein Paket zu holen oder eines aufzugeben. Die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat erneuert daher ihre Forderung: Die Post darf nicht unbegrenzt Dienstleistungen auslagern, sondern muss verpflichtet werden, diese selbst und mit dem kompletten Angebot zur Verfügung zu stellen. Außerdem muss das Filialnetz verdichtet werden. Derzeit kann ein Postshop bis zu zwei Kilometer entfernt sein. Doch das ist für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und ältere Mitbürger*innen oft eine kaum zu schaffende Distanz. SPD/Volt fordert daher, die Strecke gesetzlich auf einen Kilometer zu verkürzen.

Dazu sagt Simone Burger, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Die Outsourcing-Strategie der Post hat sich wirklich nicht bewährt und muss rückgängig gemacht werden. Fußläufig erreichbare Poststellen, in denen Pakete immer aufgegeben und abgeholt werden können, sind für uns ein Teil der Daseinsvorsorge. Deshalb brauchen wir einen guten Service und kurze Wege. Wir werden um jede Postfiliale in den Stadtvierteln kämpfen.“

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