SPD will Kita noch besser machen – für Kinder, Eltern und Personal

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl
Foto: Carmen Lindemann

21. November 2019

Mit einem Antragspaket will die SPD-Stadtratsfraktion die Kindertagesbetreuung in München weiter verbessern: So setzt sich die SPD mit verschiedenen Ideen für mehr Qualität ein, fordert mehr Geld für das leitende Personal, eine Kampagne zur Personalgewinnung und eine Platzvergabe innerhalb von 14 Tagen.

Die SPD setzt ihre Offensive für eine gute Kindertagesbetreuung in München fort: Während die Betreuung auf Initiative der SPD mittlerweile kostenfrei oder deutlich günstiger ist und der massive Ausbau der Plätze voranschreitet, drängt die Fraktion auf weitere Investitionen in die Qualität der Einrichtungen, des Services und der Betreuung. Dazu macht die Rathaus-SPD konkrete Vorschläge für Verbesserungen, die sowohl den Kindern, als auch den Eltern sowie dem Personal zugutekommen. In fünf Anträgen fordert die SPD-Stadtratsfraktion:

• Einrichtungsleitungen sollen nicht rückgruppiert werden, wenn die Zahl der betreuten Kinder sinkt. Bisher ist es so: Sind weniger Plätze besetzt, etwa weil Personal fehlt, wird die Leitung zurückgestuft und bekommt weniger Geld. Damit soll Schluss sein.

• Leitungsaufgaben sollen noch besser bezahlt werden.

• Betreuungsplätze sollen innerhalb von 14 Tagen vermittelt werden.

• Die Stadt und die freien Kita-Träger sollen eine gemeinsame Werbekampagne zur Personalgewinnung starten.

• Städtische Kitas sollen sich am Projekt „fit4future“ beteiligen – einem Projekt, bei dem die Stadt ohne große zusätzliche Geld- oder Personalbedarfe dazu beitragen kann, dass Kinder einen langfristig gesunden Lebensstil entwickeln, die Qualität der Kitas weiter steigt und durch Weiterqualifizierung ein weiterer Anreiz für das Personal entsteht.

Dazu sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl:

„Kita noch besser machen – für Kinder, Eltern und Personal: Das ist unser Ziel. Dass Kinderbetreuung weitestgehend kostenfrei ist, ist gut, dass die Plätze ausgebaut werden, wichtig. Ebenso legen wir aber den Fokus auf Qualität. Dazu brauchen wir gute Arbeitsbedingungen und Wertschätzung für das Personal: Wer Verantwortung und Aufwand übernimmt, verdient dafür auch Anerkennung. Mit unseren Anträgen wollen wir das Personal stärken. Das stärkt schließlich auch die Qualität und kommt direkt bei den Münchner Familien an.

SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, bildungspolitische Sprecherin sagt:

„Leitungsaufgaben sollen noch besser bezahlt werden – auch, wenn Plätze nicht besetzt sind. Ein weiteres Ziel: Plätze sollen innerhalb von 14 Tagen vermittelt werden. Wir wollen Eltern nicht zumuten, dass sie lange warten und auch nach Ende der offiziellen Platzvergabe noch nach einem Betreuungsplatz suchen müssen. Hier fordern wir eine praxisnahe, wirksame Lösung ein. Kinderbetreuung soll Familien im Alltag entlasten – und nicht schon bei der Suche nach einem Platz zusätzlicher Stress sein.“

SPD-Stadträtin Kathrin Abele, stellv. bildungspolitische Sprecherin sagt:

„Personal für die Kindertagesstätten zu gewinnen und zu halten, ist eine zentrale Aufgabe bei der Sicherung der Qualität. Dabei wollen wir darauf achten, dass sich nicht verschiedene Kitas das Personal wegschnappen, sondern eine insgesamt stärkere Personaldecke entsteht. Dazu wollen wir eine gemeinsame Werbekampagne der Stadt mit den freien Trägern der Kindertagesbetreuung starten. Eine weitere, ganz konkrete Idee bringen wir mit dem Projekt ,fit4future‘ ein. Das Projekt begleitet Kinder so, dass Lebensstil und Gewohnheiten im Sinne einer langfristig gesunden Lebensweise entwickelt werden können. Fürs Personal ist das Projekt ein Anreiz, weil es die Möglichkeit zur kostenfreien Weiterbildung bietet. Wir sehen darin eine Bereicherung für die städtischen Kitas.“

Die entsprechenden Anträge finden Sie hier:

Keine Rückgruppierung von Einrichtungsleitungen in Kindertageseinrichtungen

Eingruppierung von Einrichtungsleitungen in Kindertageseinrichtungen und weiteren Erziehungsdiensten

Vermittlung von Betreuungsplätzen innerhalb von 14 Tagen

Gemeinsame Werbung der Stadt und der freien Träger für Erzieher*innen in den Kinderbetreuungseinrichtunge

Teilnahme städtischer Kitas am fit4future-Projekt und Ausweitung auf alle Kitas

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