SPD will Konzept für mehr Mobilität statt verstopfter Straßen

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Initiatorin der Anfragen

30. Juli 2018

Der Platz in den Wohnvierteln ist knapp, die Nachfrage nach alternativen Mobilitätskonzepten steigt. Die SPD-Stadtratsfraktion will beides mit einem gemeinsamen Konzept anpacken und treibt dies mit entsprechenden Anfragen voran.

Ein Transporter nach dem anderen drückt sich durch die Wohnviertel, heraus purzelt Paket um Paket – und der Platz auf den Straßen und leider auch Geh- und Radwegen wird knapp. Platz, der auch von an sich sinnvollen Angeboten immer mehr aufgebraucht wird: Zu den privaten Autos sind Carsharing-Angebote gekommen, Leihräder gibt es ebenso wie elektrische Mietroller. Die SPD-Stadtratsfraktion will dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger am Ende mehr Angebote haben und der vorhandene Platz sinnvoll genutzt wird. Mit einer Anfrage zielen sie darauf ab, verschiedene Projekte zu vernetzen – für mehr Mobilität statt verstopfter Straßen. Die Fraktion treibt dies mit entsprechenden Anfragen voran.

Denn die beiden Themen sind zusammen zu betrachten: Der Lieferverkehr kann gebündelt werden; das geschieht zum Beispiel jetzt schon in Abholläden oder Depotstationen. Und an Mobilitätsstationen können verschiedene Angebote räumlich zusammengeführt werden. Es gibt hierzu bereits verschiedene Forschungsprojekte, die an Lösungen hierzu arbeiten, zum Beispiel das Projekt „City2Share“ des Planungsreferats, das EU-Projekt „CIVITAS ECCENTRIC“des Kreisverwaltungsreferats und das Projekt „SMARTER TOGETHER München“ der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) gemeinsam mit der Landeshauptstadt. Die SPD fordert, die Ergebnisse zusammenzufassen und daraus einen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger zu ziehen.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Initiatorin der Anfragen:

„Der Lieferverkehr nimmt immer mehr zu und wird zu einem Problem in einer dichten Stadt. Vor allem die sogenannte letzte Meile, der Schritt vom Logistikzentrum am Stadtrand zum Kunden, ist noch eine ungelöste Herausforderung. Wir müssen aufpassen, dass wir kein Zustellerchaos in der Stadt bekommen. Eine andere, aber im Kern ähnliche Herausforderung ist die Zunahme von alternativen Mobilitätsformen wie Sharing-Angeboten. Für beides gilt: Je unkoordinierter, desto mehr Platz braucht es. Wir wollen daher für beides innovative Lösungen finden, mit denen wir die einzelnen Dienste bündeln kann. Das wirkt gleich doppelt: Zum einen werden die Viertel entlastet, zum anderen haben NutzerInnen den Vorteil, ein vielfältiges Angebot an zentralen Stellen zusammengefasst zu finden. Wir wollen, dass die Stadt ihre Erfahrungen aus den einzelnen Studien nutzt, um ein gutes Konzept für diese Ideen zu entwickeln.“

Die Anfrage zu den Mobilitätsstationen finden Sie hier.

Die Anfrage zum Thema Lieferverkehre finden Sie hier.

Teilen