Stadt baut Einsatz zur Personalgewinnung in der Kita-Betreuung weiter aus

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl
Foto: Carmen Lindemann

05. November 2019

Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Stadtrats hat heute vorberatend weitere Maßnahmen zu Personalgewinnung und -erhalt im Bereich der Kindertagesbetreuung beschlossen. Dem vorangegangen waren umfangreiche Initiativen der SPD-Stadtratsfraktion, die von der Stadtverwaltung nun aufgegriffen wurden.

Am Mittwoch wird sich der Bildungsausschuss des Stadtrats damit befassen.

Dazu sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl:

„Die Ansprüche der Eltern an die Kindertageseinrichtungen steigen – und das völlig zurecht, denn diese sind die erste Bildungseinrichtung im Leben junger Münchnerinnen und Münchner. Die SPD treibt den Ausbau und die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in München deshalb mit aller Kraft voran. Ein zentraler Punkt dabei ist das Personal. Kompetente und engagierte Fach- und Nachwuchskräfte sind das Herz der Einrichtungen. Darum ist eines der wichtigsten Ziele, neue motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und ihnen sowie dem bestehenden Personal dauerhaft einen guten Arbeitsplatz zu bieten. Dazu haben wir heute auf Initiative der SPD-Stadtratsfraktion mehrere Maßnahmen beschlossen. Ein Schwerpunkt ist dabei, dem Personal attraktive Perspektiven zu eröffnen. Das heißt etwa: Führungskompetenz fördern und dafür sorgen, dass für Führungsaufgaben auch Zeit da ist. Gemeinsame Standards wie etwa ein Entscheidungs- und Verantwortungsmodell sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Arbeitsalltag erleichtern und gleichzeitig motivieren, die Betreuung weiterzuentwickeln.“

SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, bildungspolitische Sprecherin, sagt:

„Die Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität in Krippen, Kindergärten, Horten, Häusern für Kinder und Tagesheimen bleibt eine Kernaufgabe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kita-Bereich leisten dazu eine hervorragende Arbeit. Dass diese wertvoll ist, zeigen wir in München etwa durch ein faires Gehalt – doch das ist nur ein Teil der Aspekte, mit denen wir die Arbeit in der Kindertagesbetreuung in München attraktiv machen und halten wollen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist natürlich eine gute Ausbildung, die flexible Wege anbietet. Hier bauen wir praxisorientierte, leistungsfördernde und dadurch motivierende Modelle weiter aus. Gleichzeitig verbessern wir das Arbeitsumfeld für die bestehenden Beschäftigten weiter. Dazu gehört zum Beispiel, noch bessere Information und Kommunikation zwischen den Einrichtungen und der Stadt zu ermöglichen oder auch gesundes Arbeiten zu fördern. Auch ein passgenauer Betreuungsplatz für eigene Kinder ist wichtig. Unter den Beschäftigten im Kita-Bereich arbeitet ein sehr hoher Anteil in Teilzeit. Auf unseren Antrag hin wird nun untersucht, ob Hemmnisse abgebaut werden können, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Stunden aufstocken möchten, dies auch tun können.“

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