Tanz und Theater: SPD-Anträge sichern Förderung für freie Szene

SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, stellv. kulturpolitische Sprecherin der Fraktion

11. Oktober 2018

Der Kulturausschuss hat beschlossen, jährlich 1,1 Mio. Euro mehr an Förderung für die freie Tanz- und Theaterszene in München auszugeben. Die SPD hatte dies mit mehreren Anträgen gefordert und setzte sich im Ausschuss für den Beschluss ein.

Vielfalt und Qualität, beides hat die freie Tanz- und Theaterszene in München. Schwierigkeiten mit den hohen Lebenshaltungskosten hat sie auch. Die Stadt stärkt deshalb die Förderung für freie Projekte sowie freischaffende Künstlerinnen und Künstler. Die SPD hatte dies in mehreren Anträgen gefordert und stimmte heute im Kulturausschuss für die Finanzierung.

Die Mittel für die Projektförderung im Bereich Tanz werden mehr als verdoppelt, um jüngere ChoreografInnen und TänzerInnen zu unterstützen, Vielfalt zu fördern und die überregionale Ausstrahlung zu erhöhen. Beim freien Theater werden diese Mittel ebenso kräftig erhöht. Ein Theaterbüro versorgt die Szene mit Expertise, Netzwerkarbeit sowie Angeboten der Fort- und Weiterbildung. Für die Debütförderung werden die Mittel ebenso erhöht wie für Arbeits- und Fortbildungsstipendien. Um Anhängigkeit von jährlichen Projektförderungen zu verhindern, sollen KünstlerInnen fortan auch eine produktionsunabhängige Basisförderung erhalten können, etwa für Rechercheprojekte, Probenraummiete oder Technikkäufe. Nachhaltiger wird die Förderung auch durch Mittel für erneute Aufführungen, also bei Wiederaufnahme und Kooperationen. Die freien Bühnen werden auf Antrag der SPD-Fraktion ebenso gestärkt: Ab 2019 gibt es Anschubfinanzierungen bei Neugründungen und Übernahmen von privaten Bühnen. Die Mittel zur Projektförderung werden erhöht, eine Förderung ist künftig auch in den ersten beiden Jahren nach Gründung möglich. Archivgestützte Projekte werden besonders gefördert, das Programm „TANZPAKT“ gemeinsam mit Bund und Land bezuschusst.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, stellv. Sprecherin für Kulturpolitik:

„Münchens freie Tanz- und Theaterszene hat Vielfalt, Kreativität, Innovationskraft – und ein Problem damit, dass vieles in der Stadt sehr teuer ist, von den Lebenshaltungskosten bis zum Unterhalt freier Bühnen. Mit unserer Initiative ist es uns gelungen, die Förderung für freie Bühnen sowie freischaffende Künstlerinnen und Künstler deutlich zu stärken. Und das sowohl für Projekte als auch als gezielte, nachhaltige Förderung. Ein sehr gutes Konzept!“

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