Übernachtungsschutz optimiert

21. Oktober 2020

Die Stadt München setzt weiter humanitäre Maßstäbe und investiert in ihr Kälteschutzprogramm. Das hat der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung gegen die Stimmen von Die Linke und Die Partei beschlossen. Auf Initiative der Rathauskoalition gibt es Verbesserungen für Frauen. Außerdem wird der Ganztagsschutz im Falle eines Lockdowns wieder geöffnet.

In München muss niemand auf der Straße übernachten, dafür gibt es die Kälteschutzeinrichtung in der Bayernkaserne, die mittlerweile ganzjährig geöffnet hat. Für die Bewohner/innen gibt es ab November Verbesserungen, wie der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen hat. Die Einrichtung öffnet nun bereits um 16 statt bisher um 17 Uhr. Zudem werden mehr Kühlschränke aufgestellt, die Küchen bleiben abends geöffnet, damit die Bewohner sich etwas kochen können.

Wie bisher werden Familien nicht im Kälteschutz, sondern im regulären Wohnungslosensystem untergebracht. Das gilt jetzt auch für Frauen. Das wurde auf Initiative der Rathauskoalition aus SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste beschlossen. Die Tagesöffnung des Kälteschutzes läuft wie geplant im Oktober aus. Für die Bewohner/innen gibt es gute Alternativen in der Innenstadt. Sollte es jedoch zu einem erneuten Lockdown kommen, wird das Ganztagsprogramm wieder aufgenommen.

Dazu sagt Christian Müller, Vorsitzender der SPD/Volt-Fraktion:

„Der Übernachtungsschutz in München ist eine einmalige Einrichtung: Wir werden auch weiterhin verhindern, dass Menschen gerade in der herannahenden Winterzeit draußen leben müssen. Gleichzeitig aber wollen wir den Menschen auch Angebote machen. Sie sollen sich in der Stadt bewegen können, in die Innenstadt kommen und Beratung annehmen, damit sie erkennen, dass ihre Situation veränderbar ist und sie den Weg in das originäre Wohnungslosensystem und in Beschäftigung finden können.“

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