Präventionskonzept in städtischen Gemeinschaftsunterkünften Besonderer Schutz von Frauen und Kindern

Aktualisiert am 30.09.2016

Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich für den Schutz von Frauen und Kindern in städtischen Gemeinschaftsunterkünften ein.

Antrag

Das Sozialreferat wird beauftragt, darzustellen, welche präventiven Vorkehrungen in den städtischen Gemeinschaftsunterkünften zum Schutz besonderer Zielgruppen (Frauen, Kinder, LGBT u. a.) getroffen werden. Dabei sollen die Inhalte des Konzepts zum Schutz von Frauen und Kindern in Gemeinschaftsunterkünften der Landeshauptstadt Kiel als Vergleich herangezogen werden.

Begründung:

Ende Juni 2016 befanden sich rund 5.000 Flüchtlinge in der Kommunalen Flüchtlingsunterbringung. 38 % der Flüchtlinge sind zwischen 25 und 44 Jahre alt, 37 % zwischen 18 und 24 Jahre. Bei 20 % handelt es sich um Minderjährige. 79 % der in städtischen Unterkünften lebenden Flüchtlinge sind männlich, 21 % weiblich.

Die Gemeinschaftsunterkünfte sind für alle Flüchtlinge erster Zufluchtsort. Im Rahmen der Unterbringung gilt es besonders die schutzwürdigen Bedürfnisse von Frauen und Minderjährigen, aber auch anderer Personengruppen wie Homosexuelle, zu achten. Ein Schutzkonzept, das präventive Maßnahmen enthält und als Handlungsleitfaden dient, sollte auch in der Kommunalen Flüchtlingsunterbringung formuliert und Anwendung finden. Überdies haben wir bereits beantragt einen solchen Standard bei den Planungen für die Unterbringung von Wohnungslosen dem Stadtrat vorzulegen.

gez.
Bettina Messinger
Christian Müller
Simone Burger
Dr. Constanze Söllner-Schaar
Christian Vorländer
Stadtratsmitglieder