Hauptbahnhof: Rathaus-SPD schafft ein neues Hilfsangebot

18. Dezember 2018

In der Debatte um die zeitliche Ausweitung des Alkoholverbots am Hauptbahnhof hat die SPD ihre Forderung, zuerst ein zusätzliches soziales Angebot für Menschen mit Alkoholproblemen zu schaffen, durchgesetzt.

Helfen statt verdrängen, das ist das Ziel der SPD-Stadtratsfraktion. In der Debatte um das Alkoholverbot am und um den Hauptbahnhof setzte sich die SPD deshalb für einen Ansatz ein, der nicht nur Symptome bekämpft, sondern Lösungen bietet: Das Verbot sollte erst dann ganztägig verlängert werden, wenn es auch ein zusätzliches Hilfsangebot für Menschen mit missbräuchlichem oder krankhaften Alkoholkonsum gibt. So wurde es nun beschlossen. Der Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats folgte heute einstimmig dieser Initiative der SPD.

Beschlossen ist: Es wird ein Begegnungszentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs geben, in dem es möglich sein wird, Alkohol zu konsumieren. Neben dem Aufenthalt besteht der Zugang zu Behandlungs- und Hilfsangeboten. Da feste Räumlichkeiten nicht auf die Schnelle zu finden sind, wird zunächst eine mobile Begegnungsstätte eingeführt.

SPD-Stadtrat Christian Vorländer, Sprecher im Kreisverwaltungsausschuss, sagt dazu:

„Verbieten ist Verdrängen, wir wollen wirklich helfen: Mit diesem Ziel sind wir in die Debatte zur zeitlichen Ausweitung des Alkoholverbots am Hauptbahnhof gegangen und diese Position haben wir nun auch durchgesetzt. Mit der Ausweitung des Alkoholverbots werden wir dem berechtigten Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger gerecht. Der Aspekt, ein zusätzliches Begegnungszentrum für Menschen mit missbräuchlichem oder krankhaften Alkoholkonsum zu schaffen ist der zentrale Punkt des heutigen Beschlusses. Denn damit bieten wir die Möglichkeit für Hilfe und Lösungen, anstatt Probleme nur zu verschieben. Wenn das Alkoholverbot am und um den Hauptbahnhof zum 1. August 2019 ganztägig ausgeweitet wird, wird das zusätzliche soziale Angebot zunächst mobil zur Verfügung stehen, bis ein geeigneter fester Standort gefunden ist. Es bringt nichts, Menschen mit Problemen einfach zu verdrängen, es braucht Auswege und Perspektiven für sie. Mit dem zusätzlichen Hilfsangebot schaffen wir diese.“