Energiewende und Infrastruktur-Investitionen nicht gegeneinander ausspielen!

04. Februar 2019

Wie die Abendzeitung heute zutreffend berichtet, wird sich der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft des Stadtrats diese Woche in nichtöffentlicher Sitzung mit einer Investition im Bereich der erneuerbaren Energien befassen.

In der Berichterstattung wird das ehrgeizige Engagement der Stadtwerke München (SWM) in diesem Bereich kritisiert.

SPD-Stadträtin Simone Burger, Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke München, sagt dazu:

„Für viele Münchnerinnen und Münchner ist die Energiewende ein wichtiges Anliegen. Dies zeigen zum Beispiel auch die Schülerinnen- und Schülerproteste der letzten Wochen. Für uns als SPD auch! Die SPD-Stadtratsfraktion unterstützt den kraftvollen Kurs der SWM bei der Gestaltung der Energiewende – denn eine nachhaltige Energieversorgung ist ein Kernbestandteil unserer Daseinsvorsorge. Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Investitionen auch ökonomisch sinnvoll sind. In den letzten Jahren trugen die erneuerbaren Energien positiv zum Geschäftsergebnis der SWM bei. Am operativen Ergebnis im laufenden Geschäft der SWM im Jahr 2017 in Höhe von 615 Millionen Euro hatten die erneuerbaren Energien mit rund 140 Millionen Euro einen wesentlichen Anteil, die Entwicklung ist weiter positiv. Für 2018 erwarten die SWM entsprechend ein positives Ergebnis in der gleichen Höhe.

Natürlich muss gleichzeitig auch in die Münchner Infrastruktur investiert werden. Dafür setzt sich die SPD an vielen Stellen ein – wir begrüßen etwa die sehr hohen Investitionen der SWM in die Verkehrsbetriebe. Diese sind dringend nötig, denn ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr ist unerlässlich für eine funktionierende Stadt. Der verlässliche Betrieb und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gehören deshalb genauso zu Daseinsvorsorge.

Das heißt: Für uns sind ganz selbstverständlich beide Anliegen wichtig, sowohl die Investition in eine nachhaltige Energiegewinnung und -versorgung als auch die Investitionen in die weiteren Tätigkeitsfelder wie den Nahverkehr. Diese Anliegen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“