Elf Ideen der SPD für die Kinder- und Jugendkultur

28. Februar 2019

Die SPD-Stadtratsfraktion fördert Kultur für alle – dazu gehört freilich auch Kultur von Kindern und Jugendlichen und für diese. Mit einem umfangreichen Antragspaket will die Fraktion das bereits starke Angebot noch weiter verbessern.

Ein mobiler Platz zum Proben für die Nachwuchsband, Raum für eine eigene Kunstausstellung, ein Festival, dass selbst organisiert und gemeinsam erlebt wird – diese und weitere Ideen bringt die SPD-Stadtratsfraktion mit einem großen Antragspaket ein, um die starke Kinder- und Jugendkultur in München noch besser zu fördern. Das heißt: Sowohl Kunst und Kultur, die von Kindern und Jugendlichen gemacht wird, als auch solche, die diese zum Zielpublikum hat, soll mehr Platz, neue Konzepte und Unterstützung bekommen. Elf konkrete Ideen stößt die Rathaus-SPD mit ihrem Antragspaket an:

Ateliers für Jugendliche: Jugendkultur braucht Raum. Das Kulturreferat soll deshalb temporäre Atelierräume speziell für Jugendliche zur Verfügung stellen.

Bus als Bandübungsraum: Platz ist knapp in der Stadt, vor allem, wenn man dort auch noch laut Musik machen will. Die SPD will einen Bus so umrüsten lassen, dass er als mobiler Übungsraum durch die Stadtviertel touren kann.

Neue jugendkulturelle Zentren für München: Für Konzerte, Partys und kulturelle Events soll es künftig vier jugendkulturelle Zentren in der Stadt geben. Zum Feierwerk im südlichen Teil der Stadt sollen weitere Orte hinzukommen, im Westen (hier könnte sich das neue Actionsportzentrum anbieten) sowie im Norden und Osten (hier müssen jeweils noch passende Orte gefunden werden).

Platz in der Schule: Viele Schulen haben nach einer Sanierung oder als Neubau eine moderne Aula mit neuester Veranstaltungstechnik. Die Verwaltung soll prüfen, welche Möglichkeiten es hier für die Nutzung durch die Kinder- und Jugendkultur gibt.

Miteinander mehr neue Ideen: Die Kinder- und Jugendkultur soll besser vernetzt und koordiniert werden. Insbesondere das Jugendkulturwerk soll personell und organisatorisch so verstärkt werden, dass es das leisten kann.

Medienprojekt „Pixel – Raum für Medien, Kultur und Partizipation“ verstetigen: Das Projekt bietet eine Aktionsfläche im Gasteig zu Themen aus der stark von Medien geprägten Welt. Es soll ausgebaut und in die Stadtviertel hinein entwickelt werden.

Angebote vor Ort: Um in den Freizeitstätten unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen, soll ein Konzept für ein noch vielfältigeres Angebot erarbeitet werden.

Kunst auf dem Platz: Gemeinsam mit freien Trägern und den Münchner Kulturinstitutionen soll das Sozialreferat ein mobiles Jugendkulturangebot schaffen, mit dem ganzjährig auf Plätzen in den Stadtteilen temporär Aktionen wie Kunst und Musik kostenfrei angeboten werden können.

Jährliche Jonglier-Workshops: Diese sollen jedes Jahr in einem anderen Stadtviertel stattfinden. Örtliche Sportvereine und Freizeitstätten sollen mit eingebunden werden. Es sollen internationale Gäste eingeladen werden.

Inklusives jugendkulturelles Festival: So eines soll das Sozialreferat schaffen – und zwar partizipativ von Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchgeführt.

Wissen, was los ist: Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene sollen besser dargestellt und beworben werden, etwa in Zusammenarbeit mit muenchen.de. Auch die Entwicklung einer App wäre denkbar.

Dazu sagt der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Müller, Sprecher für Kinder- und Jugendpolitik:

„Für ein starkes Miteinander ist ein starkes Kulturangebot für Kinder und Jugendliche enorm wichtig: Es geht dabei um eigene Ideen, um Inspiration und Freude am Machen, aber auch am gemeinsamen Erleben. Und es geht ums Zusammenkommen, egal welchen Hintergrund man hat, es geht auch um Integration und Inklusion. Wir wollen Kultur für alle und das besonders auch für Kinder und Jugend.“

SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, bildungspolitische und stellv. kulturpolitische Sprecherin, sagt:

„Kultur ist Vielfalt und lebt oft von der Perspektive, das macht gerade auch Kinder- und Jugendkultur so spannend und vielseitig. Aber Musik braucht Platz zum Proben, Künstler brauchen Plattformen und junge Menschen, die Kunst und Kultur erleben wollen, Angebote, die sie auch ansprechen. München soll noch mehr davon bieten und das auch in allen Stadtvierteln.“

Die stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl, stellv. Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik, sagt:

„Unsere Ideen sollen zum einen verbessern, was da ist, etwa durch mehr Koordination. Gleichzeitig braucht es kreative Lösungen, wenn es zum Beispiel darum geht, sich Platz zu verschaffen. Proberäume sind knapp in München. Ein Bandbus als Proberaum kann in alle Stadtviertel fahren. Neben Schule, Familie und Sport ist Kultur ein ganz wichtiger Lebensbereich junger Münchnerinnen und Münchner – und deshalb auch ein ganz wichtiger Teil unserer Politik.“

Hier finden Sie die Anträge im Einzelnen:

Bus als Bandübungsraum
Jährliche Jonglier-Workshops in den Münchner Stadtteilen
Jugendkulturelle Angebote vor Ort
Schaffung eines inklusiven jugendkulturellen Festivals
Koordination Kinder- und Jugendkultur
Kunst auf dem Platz
München schafft Ateliers für Jugendliche
Medienprojekt „Pixel- Raum für Medien, Kultur und Partizipation“ verstetigen
Mehr Nutzungsmöglichkeiten der Aulen in Schulen für Kinder- und Jugendkultur
Neue Jugendkulturelle Zentren für München
Verbesserung der Darstellung von Angeboten für Jugendliche und junge Erwachsene