Stadtentwicklung im Nordosten: SPD will Viertel miteinander gestalten

05. April 2019

Mit einem Antragspaket bereitet die SPD-Stadtratsfraktion den Weg für eine bürgernahe und ökologische Entwicklung, bei der schon heute Verkehrsnetz und Lebensqualität verbessert werden – und das im Dialog mit den Menschen vor Ort.

Die SPD im Rathaus hat heute ein Paket aus sechs Anträgen zur Entwicklung im Münchner Nordosten gestellt. Damit steuern die Sozialdemokraten die aktuelle Debatte in Richtung eines Dialogs, der transparent und mit Blick auf einen gemeinsamen Gewinn durch die Entwicklung ausgerichtet ist. Ziel der SPD: Eine Grundlage für Entscheidungen schaffen, die Interessen der Menschen vor Ort berücksichtigen und schon heute Verbesserungen schaffen. Das sind die sechs Initiativen im Einzelnen:

Dauerhaft bezahlbare Wohnungen: Die sind das Ziel – aber was ist der Weg? Die SPD ist davon überzeugt, dass eine Stadtentwicklungsmaßnahme hier große Vorteile bietet, andere bezweifeln dies und plädieren für ein Vorgehen mit einzelnen Bebauungsplänen mit Verpflichtungen nach der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN). Um zu klären, auf welche Weise es am besten gelingt, dauerhaft bezahlbares Wohnen zu realisieren, soll die Stadtverwaltung aufzeigen, was bei beiden Varianten möglich ist, sprich: Wie viele und welche Wohnungen dabei jeweils entstehen können.

Kosten für die Infrastruktur: Die SPD fordert eine Übersicht über die Kosten, die für die Infrastruktur im Münchner Nordosten zu erwarten sind. Über die ist nämlich wenig bekannt. Es braucht aber dringend Transparenz, auch darüber, wie sich diese Kosten finanzieren lassen.

Biodiversität fördern: Die Stadt soll auf Antrag der SPD zeigen, was sie tut, um die Artenvielfalt und das ökologische System im Nordosten zu sichern und zu pflegen. Zusätzlich soll schon frühzeitig ein Konzept erarbeitet werden, wie der Natur- und Landschaftsschutz im Entwicklungsgebiet noch verstärkt werden kann.

Beratungsstelle für GrundeigentümerInnen: Die SPD will auf die Interessen derer, denen Grund im Gebiet der geplanten Entwicklungsmaßnahe gehört, eingehen. Für Landwirte, die weiterhin ihre Landwirtschaft betreiben wollen oder Grundeigentümer, die Bauherren werden wollen, müssen Lösungen gefunden werden. Die SPD will, dass die Menschen vor Ort gut beraten werden – und zwar von einer fachkundigen und unabhängigen Stelle außerhalb der Stadtverwaltung.

Neue Nachbarschaften entdecken: Das, was da entstehen soll – wie könnte das aussehen? Begleitend zum diesjährigen Ideenwettbewerb für den Nordosten soll die Stadt Rundgänge für Bürgerinnen und Bürger in Münchner Neubauquartieren anbieten – und zeigen, welche guten Ansätze es hier schon gibt.

Lebensqualität und Infrastruktur schon heute verbessern: Die SPD setzt sich dafür ein, dass schon vor der geplanten Stadtentwicklungsmaßnahme in das Verkehrsnetz und die Gestaltung der Viertel im Münchner Nordosten investiert wird. So sollen neue Busverbindungen entstehen, das Fuß- und Radwegenetz ausgebaut und die Ortskerne sowie Spielplätze und Parkflächen aufgewertet werden. Schließlich geht’s mit größeren Baumaßnahmen frühestens in zehn Jahren los. Dabei kann schon jetzt etwas dafür getan werden, um die Situation in Daglfing und Johanneskirchen zu verbessern.

Dazu sagt die planungspolitische Sprecherin der Fraktion, SPD-Stadträtin Heide Rieke:

„Die Debatte um die Stadtentwicklung im Nordosten ist gut, denn sie ist eine Debatte darüber, wie wir in Zukunft in München leben wollen, eine Debatte, in der immer wieder die gleichen Ziele genannt werden: Dauerhaft bezahlbarer Wohnraum und eine leistungsfähige Infrastruktur. Diese Debatte braucht ein Fundament: Auf welche Art können wir wie viel Wohnraum welcher Art schaffen? Was werden Infrastrukturmaßnahmen kosten und wie werden sie finanziert? Dieses Fundament, das eine transparente Diskussion ermöglicht, lässt die SPD die Stadtverwaltung erarbeiten. Gleichzeitig macht sich die SPD dafür stark, frühzeitig ein Konzept für den Artenschutz zu erstellen, damit die Naturräume bewahrt werden. Die Entwicklung soll außerdem gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger stattfinden, das ist uns ein großes Anliegen. Auch dazu bringen wir zwei neue Ideen ein: Touren, bei denen Münchnerinnen und Münchner neue Viertel entdecken können und eine Beratungsstelle für Menschen, denen Grund im Gebiet der geplanten Entwicklungsmaßnahme gehört.“

Anne Hübner, SPD-Stadträtin aus dem Münchner Osten, sagt:

„Ganz wichtig ist, dass wir schon heute die ersten Schritte machen, um die Lebensqualität zu sichern und das Verkehrsnetz zu verbessern. Darum wollen wir, dass die Stadt neue Busverbindungen schafft und das Rad- und Fußwegenetz ausbaut. Die Ortskerne sollen aufgewertet werden, auch in Spielplätze und Parkflächen muss investiert werden. Unser Ziel ist es, dass die Menschen gut in München leben – jetzt und in Zukunft.“

Die entsprechenden Anträge finden Sie hier:

Dauerhaft bezahlbare Wohnungen im Münchner Nordosten

Kosten für beabsichtigte Infrastruktur im Nordosten darstellen

Biodiversität im Münchner Nordosten fördern

Beratungsstelle für GrundeigentümerInnen

Neue Nachbarschaften entdecken – aus neuen Entwicklungen lernen

Lebensqualität und Infrastruktur im Münchner Nordosten schon heute verbessern