SPD-Antragspaket: Inklusion an Schulen weiter umsetzen

09. Mai 2019

Miteinander lernen, mit gleichen Chancen für alle – die SPD fördert Inklusion an Münchens Schulen. Mit mehreren Initiativen will die Fraktion nun Hürden für Familien abbauen sowie Schülerinnen und Schüler noch besser unterstützen.

Mit vier Forderungen will die SPD die Inklusion an Münchner Schulen weiter stärken:

Inklusive und individuelle Ausstattung: Die SPD will, dass jede und jeder Einzelne besser unterstützt wird. Inklusion orientiert sich derzeit stark an Standards. Das soll flexibler werden: Wenn SchülerInnen mit Behinderung eine bestimmte Hilfe benötigen, sollen sie diese unbürokratisch und individuell erhalten.

Einheitliche Anlaufstelle: Die Stadt soll gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und dem Bezirk Oberbayern eine zentrale Beratungsstelle für Inklusion einrichten. Zusätzlich soll es ein individuelles Case Management geben, bei dem konkrete Vorschläge und unbürokratische Unterstützungsleistungen angeboten werden.

Information aus einem Guss: Broschüren und Online-Auskünfte sollen unkompliziert und praxisorientiert informieren. Angebote und Antworten sollen einfach und übersichtlich dargestellt werden und gesammelt auffindbar sein.

Digitalisierung nutzen: Die Stadtverwaltung soll Ideen entwickeln, um digitale Hilfen und künstliche Intelligenz für den Bereich Inklusion zu nutzen. Es soll dargestellt werden, welche Programme und Apps es dazu gibt und welche Kooperationen, zum Beispiel mit Hochschulen, hier sinnvoll wären.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, bildungspolitische Sprecherin:

„München leistet im Bereich Inklusion an Schulen bereits viel, muss aber trotzdem noch besser werden. Familien fühlen sich bei individuellen Förderbedarfen oftmals als Bittsteller, die das System überfordern und sich Unterstützung erkämpfen müssen. Häufig gibt es zu wenig Ressourcen und lediglich standardisierte Strukturen. Wir wollen, dass an Münchens Schulen die Unterstützung im Bereich Inklusion flexibler und individueller wird. Ein Beispiel: Braucht ein Kind eine Höranlage, soll diese kurzfristig zur Verfügung gestellt und beim Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule auch wieder aus- und neu eingebaut werden. Des weiteren fordern wir eine einheitliche Anlaufstelle für Eltern, Schülerinnen und Schüler. Es soll ein Case Management, also ein individuelles Unterstützungangebot vermittelt werden. Wir wollen, dass Eltern, Schülerinnen und Schüler optimal beraten und unterstützt werden.“

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl sagt:

„Wir tauschen uns viel mit Eltern aus, deren Kinder besondere Bedarfe haben. Dabei stellen wiri immer wieder fest: Es bedeutet sehr viel Aufwand, sich zu informieren und Unterstützung zu erhalten, es braucht viele Behördengänge und viele verschiedene Schritte. Wir wollen das vereinfachen und fordern Informationen aus einem Guss – sowohl online als auch in Form von Broschüren. Ein weiterer Ansatzpunkt: Wir können digitale Angebote noch besser nutzen, um Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedarfen zu unterstützen: Nachteile beim Lesen und Schreiben etwa können bereits jetzt technisch ausgeglichen werden. Die Stadt soll hier eine Vorreiterrolle einnehmen und Inklusion durch digitale Unterstützung ermöglichen. Dabei wollen wir auch die Expertise der Hochschulen nutzen. Wir wollen echte Teilhabe und gleiche Chancen ermöglichen.“

Die entsprechenden Anträge finden Sie hier:

Inklusive und individuelle Ausstattung an den Schulen

Einheitliche Anlaufstelle und Case Management für die Familien

Informationen und Broschüren aus einem Guss

Chancen im Rahmen der Digitalisierung besser nutzen und zur Verfügung stellen