Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich für eine Verkehrswende für alle ein

05. September 2019

Wir alle sind Fußgänger. Das Zufußgehen ist die natürlichste, gesündeste, umweltfreundlichste und kostengünstigste Art der Fortbewegung. Dazu stellte die Fraktion gestern mehrere entsprechende Anträge Antrag.

Das Gehen nutzt körperlicher wie seelischer Gesundheit. Beim Spazierengehen entdecken wir unsere Stadt, treten mit unseren Mitmenschen in Kontakt und lernen die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft kennen.

Die Anliegen der Fußgänger werden meist „mitgedacht“, aber nicht immer explizit bedacht. Das hat zur Folge, dass ihre berechtigten Interessen nicht immer ausreichend in Planungen einfließen. Fußwege werden oft nur als kürzeste Verbindung zum nächsten Halt des ÖPNV geplant und nicht als zu gestaltende Elemente eines attraktiven öffentlichen Raums. Verkehrs-sicherheit und Barrierefreiheit müssen für Fußgänger jeden Alters, mit und ohne Mobilitäts-einschränkungen, mit Rollatoren, Rollstühlen oder Kinderwagen gewährleistet sein.

Aus diesen Gründen haben wir eine Antragsserie zum Fußverkehr eingebracht, denn auch dieser muss im Zusammenhang mit der Verkehrswende gleichberechtigt berücksichtigt werden. Damit dies gelingt, setzen wir uns ein für eine/n Fußgängerbeauftragte/n bei der Stadtverwaltung, wollen die Bereitstellung einer Fußgänger*innen-App, einer Service-Hotline für Verbesserungen im Fußwegenetz, bessere und barrierefreie Querungsmöglichkeiten von Straßen sowie die Einführung intelligenter Ampeln.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Renate Kürzdörfer, Mitglied im Planungsausschuss:

„Wir wollen eine Stadt gestalten, in der Menschen gern zu Fuß gehen und diese Art der Fortbewegung für alle attraktiver machen. Es ist unser Ziel, mehr direkte Fußwegeverbindungen zu schaffen und Umwege zu vermeiden. Neben Maßnahmen zur Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit und der Förderung des subjektiven Sicherheitsgefühls wollen wir den öffentlichen Raum sukzessive fußgängerfreundlich aufwerten und in Bestandsquartieren bewahren oder erweitern. In Neubaugebieten werden Wegeführungen und Orte zum Ausruhen und Verweilen entsprechend in die Planung einbezogen. Zur Bewältigung dieser umfangreichen Aufgabe beantragen wir die Position eines/r Fußverkehrsbeauftragten, vor allem um unser Ziel, allen Mobilitätsformen gerecht zu werden, möglichst schnell zu erreichen.“

SPD-Stadtrat Jens Röver, verkehrspolitischer Sprecher, meint:

„Im Rahmen der Verkehrswende ist auch der Fußgängerverkehr ein wichtiger Baustein. Wir arbeiten an einer Neuverteilung des öffentlichen Raums damit ÖPNV, Rad UND Fußverkehr mehr und ausreichend Platz haben. Sehr wichtig für uns ist dabei auch die Herstellung einer möglichst weitgehenden Barrierefreiheit.“