Stadtrat beschließt städtische Wohnungstauschbörse

21. November 2019

München bekommt eine Wohnungstauschbörse – das hat der Sozialausschuss des Stadtrats heute mit den Stimmen der SPD-Stadtratsfraktion beschlossen.

Als Pilotprojekt soll diese zunächst für Mieterinnen und Mieter sowie Unter(ver)mieter*innen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften zugänglich sein, in einem weiteren Schritt dann auch für diejenigen weiterer sozialer Wohnungsbauunternehmen, der Genossenschaften und des gesamten freien Wohnungsmarkts.

Dazu sagt SPD-Stadtrat Marian Offman, auf den die Initiative zu einer städtischen Wohnungstauschbörse zurückgeht:

„Die Wohnungstauschbörse soll eine einfache und sichere Möglichkeit bieten, die eigenen Verhältnisse besser an den Bedarf anzupassen, ohne sich den Schwierigkeiten des angespannten Mietmarkts aussetzen zu müssen. Nehmen wir ein Beispiel: Im Alter wird einem die eigene Wohnung nicht selten zu groß. Manchmal wohnt man noch allein in einer Wohnung, die eigentlich zu viel Platz bietet, hat mit allem mehr Aufwand: mehr zu reparieren, mehr zu reinigen und auch hohe Nebenkosten. Auf der anderen Seite ein anderes Beispiel: Familien, die sich vergrößern, suchen dringend eine größere Wohnung – aber solche gibt es auf dem Mietmarkt immer weniger. Die Wohnungsbörse soll solche Bedürfnisse zusammenbringen.

Dabei soll die Stadt Münchnerinnen und Münchnern, die sich einen Umzug in eine kleinere Wohnung vorstellen können, Sicherheit bieten. Erstens: Der Mietpreis bleibt maximal bei der bisherigen Höhe oder sinkt. Zweitens: Die Stadt trägt die Umzugskosten. Drittens: Die Stadt sorgt dafür, dass die Wohnungen, falls nötig, barrierefrei ausgebaut werden. Ich freue mich sehr, dass das Pilotprojekt im kommenden Jahr startet und hoffe, dass sich damit für viele Münchnerinnen und Münchner eine neue Wohn-Perspektive auftut, die sie sich vielleicht schon längere Zeit wünschen.“