Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

15. Oktober 2020

„Vision Zero“ – das Ziel von null Verkehrstoten in München hat sich der Stadtrat im Jahr 2018 gesetzt. Noch ist die Stadt davon ein ganzes Stück entfernt: 21 Menschen starben im vergangen Jahr auf Münchens Straßen. Fast zwei Drittel von ihnen waren zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs.

Gerade an Kreuzungen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen.
Gerade an Kreuzungen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen für Radfahrerinnen und Fußgängerinnen.

Um die „Vision Zero“ konkret mit Leben zu erfüllen und gleichzeitig die beiden Bürgerbegehren zur Verbesserung des Radverkehrs voranzubringen, planen Die Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt ein Hearing, zur „Verbesserung der Sicherheit im Rad- und Fußverkehr an Kreuzungen, Querungen und Einmündungen“. Da beide Beschlüsse umfassende verkehrliche Maßnahmen notwendig machen und dabei auch neue Wege in der Verkehrsplanung beschritten werden müssen, sollen renommierte Experten entsprechende Konzepte darstellen und über Erfahrungen aus anderen Kommunen berichten. Dabei soll es beispielsweise um Gestaltungsmöglichkeiten für Kreuzungen und das sichere Queren von Straßen gehen sowie um Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen durch rechtsabbiegende PKWs und LKWs.

Andreas Schuster, radpolitischer Sprecher der SPD/Volt-Stadtratsfraktion:

„Die SPD/Volt-Stadtratsfraktion steht klar für die Umsetzung der Vision Zero. Das bedeutet, keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr. Kreuzungen und Einmündungen sind aber nach wie vor die Hauptursache für schwere Unfälle. Radfahrende und zu Fuß Gehende sind besonders betroffen. Wir setzen uns daher für eine schnelle und deutliche Verbesserung zum Wohle der Münchnerinnen und Münchner ein. Dabei müssen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern bewährte Praxislösungen und Erfahrungen aus anderen Städten nach München holen und für die Landeshauptstadt anpassen.“

Stadträtin Sofie Langmeier (Die Grünen – Rosa Liste):

„Kreuzungen und Einmündungen gehören zu den gefährlichsten Stellen in der Stadt. Egal ob fitte Radlerin, ältere Herrschaften mit Rollator, Kinder auf dem Schulweg oder Menschen mit Sehbehinderung – sie alle passieren diese Stellen stets mit einem mulmigen Gefühl. Denn sie alle haben keine Knautschzone und bei einem Unfall landen sie schnell im Krankenhaus und zu oft bezahlt jemand von ihnen mit seinem Leben. Im Übrigen wünschen sich auch viele Auto-, LKW oder Busfahrerinnen sichere und übersichtliche Kreuzungen.“*

Stadtrat Christian Smolka (Die Grünen – Rosa Liste):

„Für die fußgänger- und fahrradfreundliche Umgestaltung des Straßenraums gibt es keine Patentlösung, sondern es gilt für jede Örtlichkeit die bestmögliche Lösung zu finden. Dabei sollten wir uns die Erfahrungen anderer Städte und Länder zunutze machen. Beispielsweise sollten wir uns das holländische Kreuzungssystem einmal genauer ansehen und versuchen daraus zu lernen, um Vision Zero schnellstmöglich zu erreichen.“