Haus der Schülerinnen und Schüler kann starten

16. Dezember 2020

München bekommt ein Haus der Schülerinnen und Schüler. An der Brienner Straße werden auf knapp 700 Quadratmetern Räume für engagierte Jugendliche und junge Erwachsene entstehen. Dort können sie ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten innerhalb der Schule nachgehen. Das hat der Stadtrat am heutigen Mittwoch beschlossen.

Ein Herz für junge Münchnerinnen und Münchner: die SPD-Stadträtinnen Lena Odell und Julia Schönfeld-Knor vor dem neuen Haus für Schülerinnen und SChüler. Foto: Melanie Staudinger
Ein Herz für junge Münchnerinnen und Münchner: die SPD-Stadträtinnen Lena Odell und Julia Schönfeld-Knor vor dem neuen Haus für Schülerinnen und SChüler. Foto: Melanie Staudinger

Münchens Schülerinnen und Schüler wünschen sich schon seit langem eigene Räume für ihre Interessenvertretungen. Einen Ort, zum Planen und Handeln, für Aktionen, Fort- und Weiterbildungen, zum Zusammenarbeiten und zum Entwickeln neuer Initiativen und Ideen. Vor ziemlich genau sechs Jahren hat die SPD-Fraktion dazu einen ersten Antrag gestellt. Die Suche nach ausreichend großen und zentral gelegenen Räumen aber gestaltete sich schwieriger und aufwendiger als gedacht. Mehrere Ideen mussten verworfen werden.

Nun aber fand die Stadtverwaltung einen Vermieter mit geeignetem Objekt. Das Münchner Haus für Schülerinnen und Schüler kann in die Brienner Straße direkt am Stiglmaierplatz ziehen. Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen dort knapp 700 Quadratmeter im Erd- und Untergeschoss zur Verfügung. Die Stadt wird die angemieteten Räume dem Trägerverein Münchner Haus der Schülerinnen und Schüler e.V. überlassen. Schon im Frühjahr kann der Betrieb starten.

Das Haus der Schülerinnen und Schüler wird selbstverwaltet organisiert sein. Ziel ist es, die Arbeit ehrenamtlicher Jugendlicher in der Schule zu unterstützen – durch Räume für Treffen, durch Beratung und durch Möglichkeiten zur Vernetzung. Es wird ein offenes Raum- und Arbeitsplatzprinzip geben: keine festen Büros also, sondern einzelne Schreibtische mit zugehörigem Stauraum. Besprechungszimmer können fix gebucht werden. Ein kleines Team von Hosts wird sich um den reibungslosen Ablauf kümmern. Ständige Nutzer werden etwa das Münchner Schülerbüro oder die Stadtschüler/innenvertretung sein, Projektgruppen und Initiativen können sich temporär einmieten.

Dazu sagt Julia Schönfeld-Knor, bildungspolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Das Münchner Haus für Schülerinnen und Schüler ist ein langgehegter Wunsch, den wir erfüllen können. Der Weg dorthin war nicht leicht, aber jetzt haben wir die bestmögliche Lösung gefunden: einen tollen Vermieter, einen tollen, zentralen Ort und tolle Initiatorinnen und Initiatoren, die bewiesen haben, wie ernst ihnen das Projekt ist. Wir sind gespannt auf all die Projekte, die die Jugendlichen für die Schülerinnen und Schüler unserer Stadt machen werden.“

Und Clara Nitsche, Stadträtin von Die Grünen – Rosa Liste, sagt:

„Die Münchner Schülerinnen und Schüler brauchen einen gemeinsamen Treffpunkt, einen außerschulischen Raum, in dem sie selbstverwaltet und kostenlos zusammenkommen, diskutieren, Projekte planen oder ihre Schülerzeitungen produzieren können. Nachdem über dieses Projekt seit vielen Jahren viele freundliche Worte zu hören waren, aber leider kein geeigneter Standort gefunden wurde, wird die Stadt nun konkret handeln. Wir wollen, dass das Münchner Haus für Schülerinnen und Schüler schon nächstes Jahr eröffnen kann.“