Laptops oder Tablets für alle Grundschulkinder

Foto: Lindemann

15. Februar 2021

Auch Grundschulkinder brauchen für das Homeschooling einen Laptop, ein Tablet oder einen PC. Doch ein Zuschuss zum Erwerb eines digitalen Endgeräts steht ihnen gegenwärtig nicht zu. Den erhalten nur Kinder und Jugendliche, die die 5. bis 10. Klasse einer allgemeinbildenden Schule besuchen und Leistungen nach dem SGB II oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen.

Die Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt setzen sich daher dafür ein, zukünftig auch Grundschulkindern aus einkommensschwächeren Haushalten durch einen Zuschuss für ein digitales Endgerät die volle Teilhabe am Unterricht zu garantieren. Das fordert die Fraktionen in einem gemeinsamen Antrag.

Die im städtischen Haushalt eingestellten Mittel für die Bezuschussung werden gegenwärtig nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen. Eine Ausweitung der Zuschussberechtigung auf Grundschulkinder hat daher keine Haushaltsausweitung zur Folge. Der Antrag fordert außerdem, die Zuschussberechtigten von der Verpflichtung zu befreien, in Vorleistung zu gehen. Nach der geltenden Regelung erhalten sie erst bei Vorlage der Rechnung den Zuschuss.

Julia Schönfeld-Knor, bildungspolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion, sagt:

„Digitale Bildung und Teilhabe wird immer wichtiger, auch in der Grundschule. Das zeigt sich in der Corona-Pandemie ganz besonders. Daher ist es nur konsequent, dass wir nun den Zuschuss für digitale Endgeräte ausweiten, damit auch Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klassen mit Laptops, Tablets und Computern gut ausgestattet sind. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kinder die gleichen Chancen haben.“

Und die Grünen-Stadträtin Anja Berger ergänzt:

„Während der Covid-19 Pandemie gewonnene Erkenntnisse zeigen deutlich, dass Grundschulkindern beim Homeschooling Nachteile entstehen, wenn sie ohne digitales Endgerät auskommen müssen. Und auch für die Grundschule gilt, dass Kinder aus einkommensschwächeren Haushalten die gleichen Möglichkeiten haben müssen dem Unterricht zu folgen, wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Viele Familien können es sich schlichtweg nicht leisten, die Kosten für einen Laptop vorzuschießen. Es ist daher sinnvoll, unter Beteiligung des Revisionsamtes ein Konzept zu erarbeiten, das diese Gerechtigkeitslücke schließt etwa durch ein Gutscheinsystem.“