Mehr Sporthallen für München

Foto: Susie Knoll

11. April 2021

München ist eine Sportstadt und das soll sie trotz Corona-Pandemie auch bleiben. Deshalb geht der Ausbau der Infrastruktur weiter. Zu den bereits beschlossenen neuen Sporthallen werden nun auf Initiative der SPD/Volt-Fraktion drei weitere Standorte geprüft. Das wird der Sportausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch beschließen.

429 Sporthallen an Schulen und von Vereinen gibt es in München. Doch gerade die größeren Hallen sind bis in die späten Abendstunden fast durchgängig belegt. Der Ausbau ist deshalb bereits im vollen Gange: Durch den Bildungscampus in Freiham und den in der Messestadt sowie die drei Schulbauprogramme entstehen 35 neue Hallen, bestehende kleinere werden ausgebaut. Zudem könnte es bis zu neun vereinseigene Hallen geben. Vor allem in Untergiesing-Harlaching und in Obergiesing-Fasangarten wird sich das Angebot auf Anregung der SPD/Volt-Fraktion deutlich verbessern. Diese Zahlen wird das Referat für Bildung und Sport am Mittwoch im Sportausschuss berichten. Auf Antrag von SPD/Volt werden jetzt zudem drei weitere Hallenstandorte näher geprüft: an der Görzer Straße in Ramersdorf, an der Schäftlarnstraße auf dem Areal der Großmarkthalle in Sendling und im Hermann-von-Siemens-Sportpark in Obersendling.

Trotz der eigenen angespannten Finanzsituation steht die Stadt zu ihrer umfangreichen Sportförderung. Sechs Millionen Euro fließen jährlich als Sportbetriebspauschale und als Zuschüsse zum Unterhalt von Sportanlagen an die Vereine. Während der staatlich angeordneten Schließung der Sportstätten hat die Stadt auf die Miete verzichtet. Statt 2,1 Millionen Euro musste so nur noch insgesamt eine knappe halbe Million Euro gezahlt werden. Außerdem erhielten die Vereine auch für pandemiebedingt ausgefallene Sportveranstaltungen und Projekte städtische Zuschüsse. Damit bezahlt die Stadt fast doppelt so viel Geld an die Vereine als der Freistaat. Und das auch nur, weil dieser seine Pauschale in der Corona-Pandemie einmalig erhöht hat. Sonst ist es fast fünf Mal so viel.

Die Münchner Sportvereine zählten 604.007 aktive Mitglieder im Jahr 2020. Das sind 7,5 Prozent mehr als im Jahr 2012 (561.805) und das bedeutet, dass etwa 40 Prozent der Münchnerinnen und Münchner in einem Sportverein organisiert sind. Nicht eingerechnet in dieser Statistik ist der Mitgliederschwund bei vielen Vereinen, der durch die coronabedingten Schließungen der Sportstätten erfolgte.

Dazu sagt die sportpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion Kathrin Abele:

„Die Münchner Sportvereine liegen uns sehr am Herzen. Sie brauchen ausreichend große und moderne Sportstätten – und die schaffen wir. Wir lassen die Vereine auch in der Krise nicht im Stich. Als Kommune haben wir viel Geld investiert, um ihnen zu helfen, viel mehr als der Freistaat. Wir hoffen, dass auch die Münchnerinnen und Münchner ihrem Club in der Pandemie die Treue halten und so mithelfen, dass die Vereinsstruktur so vielfältig bleibt.“