Zwei Jahre ohne Spielplatz - SPD/Volt fordert Behebung dieses Missstandes

Foto: Susie Knoll

01. Juni 2021

102 Kinder unter 13 Jahren leben in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerberinnen und Asylbewerber an der Landsberger Straße – einen Spielplatz aber haben sie seit 2019 schon nicht mehr. Damals hat die zuständige Regierung von Oberbayern die Spielgeräte aus sicherheitsrechtlichen Gründen abgebaut und seither nicht ersetzt. Die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat unterstützt nun mit einem Antrag den Wunsch der Kinder, neue Schaukeln, Rutschen und einen Sandkasten zu bekommen.

Seit zwei Jahren schon gibt es in der Gemeinschaftsunterkunft an der Landsberger Straße in Pasing keinen Spielplatz mehr. Aus sicherheitsrechtlichen Gründen hat die für die Unterkunft zuständige Regierung von Oberbayern ihn abgebaut und seitdem trotz mehrfacher Bitten seitens der Kinder, des örtlichen Bezirksausschusses und Münchens Sozialreferentin Dorothee Schiwy nicht wiederhergestellt – angeblich wegen noch zu klärender technischer und haftungsrechtlicher Fragen.

Das kann aus Sicht der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat nicht sein. In einem heute mit der Fraktion von Die Grünen – Rosa Liste gestellten Antrag fordert sie eine Klärung, warum es seit Sommer 2019 keinen Spielplatz mehr in der Unterkunft gibt. Außerdem soll sich das städtische Sozialreferat erneut für einen neuen Spielplatz einsetzen. Damit unterstützt SPD/Volt die SPD-Fraktion im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing, die ebenfalls bereits entsprechende Anträge gestellt hat.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Barbara Likus, die früher selbst in der Unterkunft an der Landsberger Straße gearbeitet hat und die Verhältnisse dort sehr gut kennt:

„Es ist eine Frechheit, dass die Kinder in der Gemeinschaftsunterkunft an der Landsberger Straße seit zwei Jahren schon keinen Spielplatz mehr haben. Die Familien leben dort ohnehin schon in sehr beengten Verhältnissen. Die Corona-Pandemie hat dieses Problem weiter verschärft, passiert ist dennoch nichts. Wir verstehen das Vorgehen der Regierung von Oberbayern nicht und fordern, schnellstmöglich Spielgeräte anzuschaffen, zur Not auch erst einmal übergangsweise. Die Kinder können nicht warten, bis irgendwelche haftungsrechtlichen Fragen geklärt sind.“