Stadtterrassen kommen

04. Juni 2021

Die von der SPD/Volt-Fraktion angeregten Stadtterrassen für alle können starten: Das wird der Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats am kommenden Dienstag, 8. Juni, beschließen. Münchnerinnen und Münchner können sich auf bisher nicht ganz so attraktiven und wenig genutzten Plätzen in ihrer eigenen Nachbarschaft kleine Aufenthaltsorte ohne Konsumzwang schaffen. Denn der öffentliche Raum ist für alle da.

In Haidhausen gibt es bereits ein Nachbarschaftsprojekt, das den jetzt genehmigten Stadtterrassen entspricht, den Breisässer Platz. SPD-Stadträtin Lena Odell (M.) testet mit Lena Sterzer (l.) und Nina Reitz. Foto: Anno Dietz
In Haidhausen gibt es bereits ein Nachbarschaftsprojekt, das den jetzt genehmigten Stadtterrassen entspricht, den Breisässer Platz. SPD-Stadträtin Lena Odell (M.) testet mit Lena Sterzer (l.) und Nina Reitz. Foto: Anno Dietz

Die Infektionszahlen sinken und doch wird die Corona-Pandemie den Alltag in München noch eine ganze Weile prägen. Treffen unter freiem Himmel sind eine beliebte und vor allem infektiologisch sicherere Alternative geworden. Doch nicht jeder hat einen eigenen Balkon oder kann sich den Besuch von Gaststätten leisten. Als Ergänzung zu den kommerziellen Schanigärten, die von den Münchnerinnen und Münchnern sehr gut angenommen werden, wird es in diesem Sommer erstmals dezentrale Stadtterrassen für alle geben – zunächst befristet bis Ende Oktober 2021. Die SPD/Volt-Fraktion erhofft sich von diesem Angebot nicht nur eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität in den Stadtvierteln, sondern auch eine Entzerrung der stark frequentierten Hot Spots im Innenstadtbereich, etwa des Gärtner- oder des Wedekindplatzes.

Die Flächen können zwischen sechs und 75 Quadratmeter groß sein. Als Standorte kommen Plätze in Frage, die aufgestellten Möbel müssen wetterfest sein. Damit sich dort tatsächlich Orte ohne gewerbliche Nutzung entwickeln können, müssen die Stadtterrassen mindestens 50 Meter von Freischankflächen entfernt sein. Für jede Terrasse wird es Verantwortliche geben, die sich um Sauberkeit und Sicherheit kümmern.

Wer Lust auf ein solches Projekt hat, kann bei dem jeweils zuständigen Bezirksausschuss das OK einholen und einen Antrag beim Kreisverwaltungsreferat stellen. Die SPD/Volt-Fraktion drängt darauf, dass die Antragstellung möglichst einfach sein muss. Das Aufstellen ist kostenlos, es wird lediglich eine Verwaltungsgebühr von 50 Euro erhoben.

Dazu sagt Lena Odell, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Pünktlich zum schönen Wetter fällt jetzt der Startschuss für die Stadtterrassen im Stadtrat. Jetzt ist es an den Münchnerinnen und Münchnern, sich passende Orte in ihrer Nachbarschaft zu überlegen und dort Stadtterrassen zu beantragen und zu gestalten. Ich bin schon sehr gespannt, welche kreativen Ideen es geben wird und freue mich, ganz viele Stadtterrassen zu besuchen.“