Stadtrat beschließt Stadtterrassen

08. Juni 2021

Der Kreisverwaltungsausschuss des Münchner Stadtrats hat am heutigen Dienstag Stadtterrassen für alle beschlossen. Mit Ausnahme der CSU schlossen sich alle im Gremium vertretenden Fraktionen der Initiative von SPD/Volt an. Münchnerinnen und Münchner können nun kleine Oasen ohne Konsumzwang auf bisher wenig frequentierten Plätzen schaffen.

In Haidhausen gibt es bereits ein Nachbarschaftsprojekt, das den jetzt genehmigten Stadtterrassen entspricht, den Breisässer Platz. SPD-Stadträtin Lena Odell (M.) testet mit Lena Sterzer (l.) und Nina Reitz. Foto: Anno Dietz
In Haidhausen gibt es bereits ein Nachbarschaftsprojekt, das den jetzt genehmigten Stadtterrassen entspricht, den Breisässer Platz. SPD-Stadträtin Lena Odell (M.) testet mit Lena Sterzer (l.) und Nina Reitz. Foto: Anno Dietz

Die SPD/Volt-Fraktion erhofft sich von diesem Angebot nicht nur eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität in den Stadtvierteln, sondern auch eine Entzerrung der stark frequentierten Hot Spots im Innenstadtbereich, etwa des Gärtner- oder des Wedekindplatzes.

Die Flächen können zwischen sechs und 75 Quadratmeter groß sein. Als Standorte kommen Plätze in Frage, die aufgestellten Möbel müssen wetterfest sein. Damit sich dort tatsächlich Orte ohne gewerbliche Nutzung entwickeln können, müssen die Stadtterrassen in der Regel mindestens 50 Meter von Freischankflächen entfernt sein. Für jede Terrasse wird es Verantwortliche geben, die sich um Sauberkeit und Sicherheit kümmern.

Wer Lust auf ein solches Projekt hat, kann bei dem jeweils zuständigen Bezirksausschuss das OK einholen und einen Antrag beim Kreisverwaltungsreferat stellen. Die SPD/Volt-Fraktion drängt darauf, dass die Antragstellung möglichst einfach sein muss. Das Aufstellen ist kostenlos, es wird lediglich eine Verwaltungsgebühr von 50 Euro erhoben.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Lena Odell:

„Heute haben wir einen weiteren Baustein geschaffen für einen tollen Sommer, nach dem sich die Menschen in der Stadt nach harten Monaten der Pandemie sehnen. Die Münchner:innen können jetzt Stadtterrassen beantragen und gestalten. Das Konzept Begegnungsorte ohne Konsumzwang für alle zu schaffen passt ganz wunderbar zu unserem Münchner Lebensgefühl. Einziger Wermutstropfen: Leider hat die CSU sich nicht durchringen können, mitzustimmen. Man hatte Bedenken, den öffentlichen Raum dadurch übermäßig zu belasten. Die Menschen aber ja sowieso da, wir schaffen ihnen jetzt nur die Möglichkeit, ansprechende Orte einzurichten.“